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Verbotsverfahren

Sellering unterstützt neuen Vorstoß zu NPD-Verbot


Nach dem bayerischen Vorstoß für ein NPD-Verbot hat der Ministerpräsident von Mecklenburg-Vorpommern, Erwin Sellering (SPD), seine Unterstützung für ein solches Verfahren erklärt. „In Mecklenburg-Vorpommern sitzt die NPD wie in Sachsen im Landtag. Auch aus dieser Erfahrung heraus plädiere ich für ein Verbotsverfahren."
Neuer Vorstoß für ein NPD-Verbot?

Neuer Vorstoß für ein NPD-Verbot?

© Michael Thomas (Archiv)

Das schreibt Sellering in der „Bild am Sonntag“. Natürlich sei ein NPD-Verbot „kein Allheilmittel“. Ein Parteiverbot lasse nicht Fremdenfeindlichkeit, Rassismus und Hass auf Andersdenkende verschwinden. „Ein NPD-Verbot kann nur ein Schritt im Kampf gegen den Rechtsextremismus sein. Aber wir müssen diesen Schritt gehen. Denn es ist nicht einzusehen, dass eine Partei wie die NPD Steuergelder erhält.“

Sellering warnte davor, den Rechtsextremismus als rein ostdeutsches Problem zu betrachten. „Manche halten den Rechtsextremismus für ein rein ostdeutsches Problem. Das stimmt nicht. Rechtsextreme Meinungen und Straftaten gibt es in ganz Deutschland. Und die Führungskader der Partei kommen fast ausschließlich aus dem Westen“, schreibt der SPD-Politiker. Deshalb plädiere er für ein gemeinsames Vorgehen der Länder. „Wir müssen bundesweit gegen die neuen Nazis vorgehen. In Mecklenburg-Vorpommern wollen SPD und CDU ein NPD-Verbot. Die SPD-regierten Länder sind dafür, ebenso Bayern. Höchste Zeit für die CDU, auch bundesweit mitzumachen. Nur gemeinsam wird ein zweiter Anlauf erfolgreich sein.“

AFP

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