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Separatisten schießen ukrainische Kampfjets ab

Krise im Osten Separatisten schießen ukrainische Kampfjets ab

Die prorussischen Separatisten in der Ostukraine haben zwei Kampfjets der ukrainischen Luftwaffe abgeschossen. Das teilten ein ukrainischer Militärsprecher sowie die Aufständischen am Mittwoch mit.

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Die beiden SU-25-Maschinen wurden über Ostukraine abgeschossen.

Quelle: afp (Archiv)

Donezk. Im Osten der Ukraine sind nach Angaben des Militärs am Mittwoch zwei Kampfflugzeuge der Armee abgeschossen worden. Ein Sprecher der Streitkräfte sagte, über das Schicksal der Piloten der beiden Suchoi-Maschinen sei derzeit noch nichts bekannt. Die ukrainischen Streitkräfte liefern sich im Osten des Landes seit Monaten Kämpfe mit prorussischen Separatisten.

Vergangenen Donnerstag war das malaysisches Verkehrsflugzeug MH17 auf dem Weg von Amsterdam nach Kuala Lumpur in der Region vermutlich von einer Rakete getroffen worden. Alle 298 Insassen wurden getötet. Die Ukraine und die USA machen die Rebellen dafür verantwortlich. Diese bestreiten jedoch die Verantwortung und erklärten, keine derartigen Waffensystem zu besitzen. Vor diesem Hintergrund ist der Abschuss zweier Jets am Mittwoch besonders brisant.

Den Separatisten zufolge wurden zwei Maschinen vom Typ Suchoi Su-25 getroffen. "Ein Pilot rettete sich bei Sneschnoje per Schleudersitz, die zweite Maschine flog zunächst schwer getroffen Richtung Norden weiter", sagte ein Sprecher. Bereits am Vortag habe die "Volkswehr" zwei Suchoi-Jets abgeschossen, behauptete er. Die Aufständischen benutzen dazu nach eigenen Angaben tragbare Raketenwerfer, die laut Experten aber nur für Treffer in niedrigen Flughöhen geeignet sind.

Beobachter der OSZE haben auch am Mittwoch die Absturzstelle der malaysischen Boeing 777-200 in der Ostukraine begutachtet. In ihrer Begleitung waren ein Vertreter von Malaysia Airlines und zwei Beamte der malaysischen Luftfahrtbehörde, wie die Mission der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) in der Ukraine mitteilte. Die Experten dokumentierten Trümmerteile und persönliche Habseligkeiten der 298 Absturzopfer auf Fotos. Die Unglücksstelle bei Grabowo liegt auf Gebiet, das von prorussischen Separatisten kontrolliert wird. In den ersten Tagen nach dem Absturz hatten die internationalen Beobachter über massive Behinderungen durch Separatisten geklagt.

Sechs Tage nach dem mutmaßlichen Abschuss des malaysischen Verkehrsflugzeugs ist die Überführung der Toten in die Niederlande angelaufen. Eine Transportmaschine der niederländischen Luftwaffe startete am Mittwoch in Charkiw mit 16 Särgen an Bord nach Eindhoven. In einer Kaserne bei Hilversum soll die Identifizierung der Opfer beginnen. Die Flugschreiber der Unglücksmaschine trafen unterdessen zur Auswertung in Großbritannien ein. Rasche Ergebnisse wurden nicht erwartet. Allein das Auslesen der Daten wird nach Angaben des britischen Verkehrsministeriums mindestens 24 Stunden dauern.

afp/dpa/rtr

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