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Sicherheitsexperten warnen vor Donald Trump

"Unberechenbares Verhalten" Sicherheitsexperten warnen vor Donald Trump

Inhaltlich hat Donald Trump einmal mehr enttäuscht. Bei seiner wirtschaftspolitischen Rede versprach der Präsidentschaftskandidat der Republikaner zwar viel, vermied aber Erklärungen, wie er das umsetzen will. Derweil formiert sich in seiner Partei weiterer Widerstand.

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Wird aus den eigenen Reihen kritisiert: Donald Trump bei seiner Wahlkampfveranstaltung in Detroit.

Quelle: dpa

Detroit/Washington. Mit einem offenen Brief warnen 50 republikanische Außen- und Sicherheitsexperten eindringlich vor den Konsequenzen eines Wahlsieges Donald Trumps. "Aus außenpolitischer Sicht ist Donald Trump nicht qualifiziert, um Präsident und Commander in Chief zu sein", heißt es in dem Schreiben. Er sei nicht in der Lage oder nicht bereit, Wahres von Lügen zu unterscheiden.

"Er handelt unüberlegt"

"Es fehlt ihm an Selbstkontrolle, er handelt unüberlegt. Kritik an seiner Person verträgt er nicht. Wegen seines unberechenbaren Verhaltens sind unsere engsten Verbündeten besorgt." Unterschrieben wurde der Brief unter anderem von Ex-Cia-Chef Michael Hayden und Ex-Vize-Außenminister John Negroponte.

Trump wies ihre Kritik zurück. Die Unterzeichner seien schuld daran, dass die Welt ein gefährlicher Ort sei. Es sei an der Zeit, dass sie für ihr Handeln zur Verantwortung gezogen würden, erklärte er in einer Mitteilung.

"Amerikanisierung, nicht Globalisierung"

Erst am Montag hatte Trump neue Konkurrenz aus den eigenen Reihen bekommen: Der Republikaner Evan McMullin kündigte seine eigene Kandidatur an, um Trump als Präsident zu verhindern.

Beinahe in den Hintergrund vor dem Trubel geriet eine wirtschaftspolitischen Rede von Trump am Montag in Detroit. Dabei bekräftigte er eines seiner wichtigsten Wahlversprechen: Für den Fall seines Wahlsieges kündigte Trump erhebliche Steuererleichterungen an.

Trump bekräftigte bei dem Auftritt am Montag auch seine Absicht, internationale Handelsabkommen neu zu verhandeln oder aufzukündigen, sollten sie zum Nachteil der USA ausfallen. "Amerikanisierung, nicht Globalisierung, das wird unser neues Credo sein", sagte Trump. Eine Isolation der USA sei jedoch keine Option. "Es ist Zeit, den Anker einzuholen, der uns nach unten zieht."

Wie gewohnt ging Trump bei der Vorstellung seiner wirtschaftspolitischen Pläne nicht ins Detail. "In den nächsten Tagen werden wir weitere Einzelheiten liefern", kündigte er mehrfach an. "Die Reformen, die ich heute vorgestellt habe, sind nur der Anfang."

Protestaktion von "Michigan Peoples Campaign"

Trump wollte die Rede auch nutzen, um nach tumultartigen Tagen und abstürzenden Umfragewerten mehr Ruhe in seinen Wahlkampf zu bekommen. Doch auch diesmal gab es Proteste: Mehrere Frauen unterbrachen ihn nacheinander mit Zwischenrufen. Trump war so immer wieder aufs Neue gezwungen, kurz innezuhalten. Sicherheitskräfte führten die Demonstrantinnen aus dem Saal. Eine Gruppe namens "Michigan Peoples Campaign" bekannte sich später zu der Aktion.

dpa/RND/zys

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