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USA warnen wegen Pegida vor Deutschland-Reise

Hinweis des Außenministeriums USA warnen wegen Pegida vor Deutschland-Reise

Ist Deutschland ein gefährliches Reiseland? Was für Einheimische wie ein schlechter Scherz klingt, wird in den USA derzeit offenbar ernsthaft diskutiert. In einer aktuellen Sicherheitsmeldung warnt eine Abteilung des Außenministeriums US-Bürger vor den Zuständen, die wegen der Pegida-Demos in Deutschland herrschen.

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No-go-Area Deutschland? Wie eine US-Behörde warnt, herrscht derzeit für amerikanische Staatsbürger eine höhere Bedrohung für die persönliche Sicherheit.

Quelle: dpa

Washington/Berlin. Vielen Deutschen ist angesichts der regelmäßigen Pegida-Demos nicht ganz wohl zumute – doch jetzt warnt sogar die USA ihre Bürger vor Deutschlandbesuchen. Laut einer offiziellen Meldung einer Unterbehörde des Außenministeriums herrsche derzeit eine höhere Bedrohung für die persönliche Sicherheit. Deshalb sollten sich US-Bürger montags in deutschen Großstädten in Acht nehmen. Anlässlich der Pegida- und Anti-Pegida-Demos am 26. Januar, aber auch an künftigen Montagen, teilt die Behörde mit: „Aus diesem Anlass fordern wir alle US-Bürger auf, sich der erhöhten Bedrohungslage bewusst zu sein und geeignete persönliche Sicherheitsvorkehrungen zu treffen.“

Der Diplomatische Sicherheitsdienst (Overseas Security Advisory Council (OSAC)) ist dem US-Außenministerium unterstellt, seine Hauptaufgabe besteht im Schutz der US-Bürger vor Terrorismus und anderen Bedrohungen in der ganzen Welt. Dass jetzt auch Deutschland auf der Liste der Länder steht, in denen US-Amerikaner besonders auf sich aufpassen sollen, dürfte ein Novum in jüngerer Vergangenheit sein.

Ausdrücklich genannt werden in der Mittteilung, über die der Berliner " Tagesspiegel" zuerst berichtete, die Demos in Berlin, Frankfurt, München und Düsseldorf. Doch auch friedliche Protestmärsche in anderen Städten könnten zu Konfrontationen führen und „gewaltsam eskalieren“, heißt es weiter. US-Bürger sollten die Veranstaltungsorte meiden, sich in lokalen Medien über die aktuelle Lage informieren – und gegebenenfalls die Unterstützung der Polizei anfordern. Darüber hinaus warnt OSAC vor den „aktuellen Ereignissen in Europa“, wohl in Bezug auf den Terroranschlag in Paris vom 7. Januar 2015 auf das Satiremagazin Charlie Hebdo. Jeder Bürger solle auf seine eigene Sicherheit achten und gegebenenfalls der weltweiten Sicherheitshinweisen zu folgen.

Von Nils Oehlschläger und Michael Soboll

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