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Werden Super-Böller künftig verboten?

Silvesterknaller als Terrorgefahr Werden Super-Böller künftig verboten?

Nach den Anschlägen von Paris fordert der grüne Bundestagsabgeordnete Hans-Christian Ströbele, den Verkauf von Silvesterfeuerwerk einzuschränken. „Sinnvoll ist ein Verbot von größeren Feuerwerkskörpern mit der drei- bis zehnfachen Knallkraft normaler Böller“, sagte Ströbele.

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Quelle: dpa/Symbolfoto

Berlin. Die Polizei hat vor dem Bundesliga-Wochenende gewarnt: Die Fans sollten auf das Zünden von Feuerwerkskörpern verzichten – zu groß ist nach Anschlägen von Paris und der latenten Terrorgefahr auch in Deutschland die Angst vor einer Massenpanik. Jeder laute Knall könnte von einer Bombe ausgelöst sein. Das führt zwangsläufig zu einer Frage: Was ist eigentlich in diesem Jahr mit Silvester?

Ströbele für Verbot

Der Grünen-Politiker Hans-Christian Ströbele gibt eine klare Antwort. Der Bundestagsabgeordnete fordert, privates Feuerwerk drastisch einzuschränken. "Dieses Silvester ist anders. Denn die Gefahr eines Anschlags ist in der Bevölkerung präsent", sagt Ströbele. Es gebe Leute, die so etwas ausnutzen könnten. "Selbst wenn nichts passiert, ist schon der Umstand, dass man so Schrecken provoziert, ein Grund, das Feuerwerk einzuschränken."

Ströbele denkt fürsorglich: "Wenn es jetzt zu Silvester knallt, werden viele Menschen in der Bevölkerung denken: Hoffentlich war das nur ein Polenkracher. Die Leute wissen ja nicht, was das ist, das so fürchterlich bumst."

Schärfere Gesetze?

Das Silvesterfeuerwerk sei ein alter Brauch, räumt Ströbele ein. Aber Ausmaß und Gefährlichkeit des Böllerns hält er für problematisch. "Sinnvoll ist ein Verbot von größeren Feuerwerkskörpern mit der drei- bis zehnfachen Knallkraft normaler Böller", sagt Ströbele. "Die gesetzlichen Vorschriften in diesem Bereich sollten generell verschärft werden." Außerdem sprach sich Ströbele für die Ausweitung knallfreier Zonen aus.

Von Oliver Becker

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