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Staatssekretärin wirbt für neuen Skoda

Kritik aus der Opposition Staatssekretärin wirbt für neuen Skoda

CSU-Verkehrsstaatssekretärin Dorothee Bär soll im Auftrag einer Zeitung den neuen SUV von Skoda getestet haben.„Anscheinend hat Frau Bär die Prioritäten ihres Amtes aus den Augen verloren“, sagte Grünen-Politiker Oliver Krischer dem RedaktionsNetzwerk Deutschland.

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Steht in der Kritik: Verkehrsstaatssekretärin Dorothee Bär (CSU).

Quelle: dpa

Berlin. „Es kann nicht sein, dass eine Staatssekretärin Werbung für ein Auto macht“, sagte der stellvertretende Vorsitzende der Grünen-Bundestagsfraktion, Oliver Krischer, dem RedaktionsNetzwerk Deutschland. „Es muss Schluss sein mit der Kumpanei zwischen Bundesregierung und Autoindustrie“, forderte Krischer.

Bär hatte im Auftrag der „Bild am Sonntag“ ein Auto aus dem VW-Konzern getestet (Skoda Kodiaq) und für gut befunden. Das Blatt zitierte sie mit den Worten: „Das Preis-Leistungs-Verhältnis bei diesem Auto ist der Hammer. Ein super SUV“. Kritik äußerte Bär lediglich an der Größe von Kofferraum und Schmink-Spiegel.

„Prioritäten ihres Amtes aus den Augen verloren“

„Wenn die Staatssekretärin im Verkehrsministerium Schminkspiegel und Kofferraum als zu klein beurteilt ist, aber keine Silbe zum größten Abgasskandal der deutschen Autoindustrie erwähnt - ist das höchstfragwürdig“, sagte dazu Krischer. „Bei Bundesverkehrsminister Dobrindt und seinen Staatssekretären sind Aufklärung und Konsequenzen aus dem Abgasskandal nur Show“, so der Grünen-Politiker weiter. „Es ist unverständlich, dass Frau Bär in Sonntagsreden von der Verkehrswende spricht, dann aber von einem spritschluckenden SUV schwärmt“, fügte Krischer hinzu. „Anscheinend hat Frau Bär die Prioritäten ihres Amtes aus den Augen verloren.“

Auch der Vorsitzende des Ausschusses für Verkehr und Tourismus im Europaparlament, Michael Cramer äußerte sich empört. „Frau Bär sollte sich besser um die Aufklärung der kriminellen Machenschaften der Autokonzerne kümmern“, sagte der Grünen-Politiker dem RedaktionsNetzwerk Deutschland. „In der jetzigen Situation für Diesel-SUVs zu werben, passt zur Logik von Verkehrsminister Alexander Dobrindt beim Dieselskandal“, so Cramer. „Wegschauen, Verharmlosen und Aussitzen.“

Von RND/Andreas Niesmann

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