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Bundeswehr

Steinmeier will weniger Soldaten in Afghanistan


SPD-Fraktionschef Frank-Walter Steinmeier hat sich dagegen ausgesprochen, die Zahl der deutschen Soldaten in Afghanistan auch nur kurzfristig aufzustocken.
Frank-Walter Steinmeier spricht sich gegen eine Aufstockung deutscher Soldaten in Afghanistan aus.

Frank-Walter Steinmeier spricht sich gegen eine Aufstockung deutscher Soldaten in Afghanistan aus.

© afp

„Ich werde meiner Fraktion vorschlagen, das ISAF-Mandat um ein Jahr zu verlängern. Wir dürfen nicht leichtfertig das Land in die Hände der Taliban zurückspielen. Aber es gibt keine Notwendigkeit, mehr Soldaten zu schicken“, sagt Steinmeier dem Nachrichtenmagazin „Focus“. Dies gelte auch, falls die US-Regierung oder die geplante Afghanistan-Konferenz zusätzliche Truppen fordern sollten.

Er könne sich „keine Aufstockung vorstellen, bevor nicht geprüft wird, ob die Bundeswehr nicht intern umgruppieren kann, etwa um mehr für die Ausbildung der afghanischen Armee zu tun“, betonte der frühere Außenminister. Im Übrigen bleibe er dabei, „dass wir in dieser Legislaturperiode die Voraussetzungen für eine Reduzierung und den anschließenden Abzug der deutschen Truppen schaffen müssen. Dazu werden wir einen Vorschlag machen.“

Die Ankündigung von Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU), dass bereits kommendes Jahr erste Distrikte in die Sicherheitsverantwortung der Afghanen übergeben werden sollen, nannte Steinmeier nicht überraschend. „Das ist schon länger NATO-Politik und keine Erfindung dieses Verteidigungsministers.“

ddp

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