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Straßenschlachten in Athen nach Sparbeschlüssen

Griechenland Straßenschlachten in Athen nach Sparbeschlüssen

Nach der Zustimmung des griechischen Paralments zu dem Sparpaket ist es in der griechischen Hauptstadt Athen erneut zu schweren Ausschreitungen gwaltbereiter Demonstranten gekommen. Die Randalierer warfen dabei auch Brandflaschen. Medien berichteten von über 500 Verletzten.

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Erneut ist es in Athen zu schweren Ausschreitungen gekommen. Rund 500 Menschen seien dabei verletzt worden, hieß es.

Quelle: dpa

Athen. Nach der Zustimmung des griechischen Parlaments zum umstrittenen Sparpaket der Athener Regierung geht der Kampf um eine Rettung des Schuldensünders Griechenland weiter. In Athen muss heute (Donnerstag) noch ein Ausführungsgesetz das Parlament passieren. In Berlin wollen die Chefs von Privatbanken und Versicherern mit Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) ein Modell für eine freiwillige Beteiligung an einem zweiten Hilfspaket für Athen festlegen.

In der griechischen Hauptstadt war es am Abend erneut zu schweren Ausschreitungen gewaltbereiter Demonstranten gekommen. Hunderte Vermummte randalierten und lieferten sich rund um den zentralen Syntagma-Platz Zusammenstöße mit der Polizei. Die Randalierer warfen Brandflaschen auf ein Postamt und zwei andere Gebäude. Die Feuerwehr konnte regelrecht in letzter Minute sieben Menschen aus einem brennenden Gebäude retten und das Feuer löschen, wie das griechische Fernsehen berichtete.

Bei den Zusammenstößen, die bis in die Nacht dauerten, wurden mindestens 500 Menschen verletzt, berichtete die Zeitung „Kathimerini“ auf ihrer Website. Unter den Verletzten waren demnach auch etwa 30 Polizisten. Über 40 gewalttätige Demonstranten wurden nach Angaben des Rundfunks festgenommen.

Am Mittwoch hatte das griechische Parlament mit seiner Zustimmung zu dem drastischen Sparpaket eine drohende Staatspleite vorerst abgewendet. Nun ist der Weg für weitere Milliardenhilfen nahezu frei. Der sozialistische Regierungschef Giorgos Papandreou will bis 2015 gut 78 Milliarden Euro einsparen. Das ist Voraussetzung für neue Milliardenhilfen, ohne die Griechenland schon in den nächsten zwei bis drei Wochen pleite wäre.

Das Land wartet auf die nächsten 12 Milliarden Euro aus dem seit 2010 laufenden 110-Milliarden-Programm von EU und Internationalem Währungsfonds (IWF). Außerdem soll ein neues Hilfspaket im Umfang von bis zu 120 Milliarden Euro am kommenden Wochenende von den EU-Finanzministern beschlossen werden.

Die Entscheidung löste weltweit Erleichterung aus: Dies sei ein wichtiger Schritt für die Zukunft Griechenlands, aber auch für die Stabilität des Euro als Ganzes, sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU). Auch die Europäische Union zeigte sich erleichtert. Nötig sei nun noch ein „Ja“ der Abgeordneten zu dem Ausführungsgesetz des Sparprogramms am Donnerstag, teilten EU-Ratspräsident Herman Van Rompuy und EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso mit.

ow/dpa

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