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Suchaktion nach drei vermissten US-Amerikanern

Bagdad Suchaktion nach drei vermissten US-Amerikanern

Drei US-Amerikaner verschwinden in der irakischen Hauptstadt. Medien sprechen von einer Entführung. Dafür gibt es noch keine Bestätigung. Es wäre aber nicht das erste Mal, dass Ausländer verschleppt werden.

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US-Soldaten patrouillieren in Bagdad.

Quelle: dpa

Bagdad . Irakische Sicherheitskräfte haben in Bagdad eine Suchaktion nach drei vermissten US-Amerikanern begonnen. Augenzeugen berichteten, die Polizei habe zahlreiche Viertel des Stadtteils Al-Dura am frühen Montagmorden abgeriegelt und neue Kontrollpunkte errichtet. Auch Hubschrauber seien im Einsatz. Das Viertel Al-Dura im Süden Bagdads wird von bewaffneten schiitischen Gruppen kontrolliert. Die Amerikaner waren nach Medienberichten in der irakischen Hauptstadt verschwunden. Ihre Firma habe sie am Sonntag als vermisst gemeldet, meldete der Sender CNN.

Der arabische Nachrichtenkanal Al-Arabija berichtete, Bewaffnete hätten die drei Männer im Süden Bagdads verschleppt. Auch irakische Medien sprachen von einer Entführung. Eine offizielle Bestätigung dafür gab es zunächst nicht. Unklar ist, seit wann genau die drei verschwunden sind. Das US-Außenministerium erklärte lediglich, man sei über die Vermisstenmeldung informiert und versuche mit "voller Zusammenarbeit" der irakischen Stellen, die Amerikaner zu finden.

Die "Washington Post" schrieb, die drei Männer seien wahrscheinlich von schiitischen Milizionären geschnappt worden. Das Blatt zitierte einen Anwohner und einen Polizeioffizier, wonach die Opfer aus einer Wohnung verschleppt wurden, die als Bordell diente. Das deutete auch ein Sprecher des irakischen Innenministeriums an. Die drei seien aus einer "verdächtigen Wohnung" verschwunden, erklärte er.

Im Irak kommt es immer wieder zu Entführungen von Ausländern. Dafür wurden häufiger schiitische Milizen verantwortlich gemacht. Im September hatten Bewaffnete 18 Türken verschleppt. Die meisten von ihnen wurden vier Wochen später wieder freigelassen. Mitte Dezember brachten Unbekannte 26 Katarer in ihre Gewalt, die in der irakischen Wüste auf einer Jagdsafari mit Falken waren.

dpa

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