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Taliban-Anschlag auf US-Stützpunkt

Bagram in Afghanistan Taliban-Anschlag auf US-Stützpunkt

Am Sonnabendmorgen ist es auf dem US-Luftwaffenstützpunkt Bagram in Zentralafghanistan zu einer schweren Explosion gekommen. Nach Angaben lokaler afghanischer Behörden wurden dabei mindestens sechs Menschen getötet und 14 weitere verletzt. Die radikal-islamischen Taliban bekannten sich zu der Explosion.

Ein amerikanischer Militärhubschrauber über der Region Bagram. (Archiv)
 

Quelle: AFP

Bagram.  Ein Sprecher der Islamisten, Sabihullah Mudschahid, erklärte im Kurznachrichtendienst Twitter, es habe sich um einen Selbstmordanschlag gehandelt.

Die Nato, die in Afghanistan mit der Ausbildungsmission „Resolute Support“ im Einsatz ist, sprach in einer Mitteilung von einer nicht näher genannten Zahl von Opfern. Aus der Mitteilung ging nicht hervor, ob es sich um einen Unfall oder einen Anschlag handelt. Von Seiten des US-Militärs gab es vorerst keine Verlautbarung zu dem Vorfall.

„Es hat Opfer gegeben“, heißt es in einer in Kabul verbreiteten Mitteilung von „Resolute Support“. Die Explosion habe sich am Morgen gegen 5.30 Uhr Ortszeit ereignet. Medizinische Teams und zusätzliche Sicherheitsverbände seien im Einsatz.

Bagram ist der größte Stützpunkt der US-Truppen in Afghanistan. Dort befindet sich auch das Hauptquartier der US-Streitkräfte in Afghanistan. Gegenwärtig sind noch knapp 10 000 US-Soldaten im Land.

Der US-Luftwaffenstützpunkt in Bagram von oben

Der US-Luftwaffenstützpunkt in Bagram von oben.

Quelle: Google Earth

Anschläge häufen sich

Bagram ist der größte Stützpunkt der US-Truppen in Afghanistan und wird immer wieder von Taliban-Kämpfern attackiert. Dort befindet sich auch das Hauptquartier der US-Streitkräfte in Afghanistan. Gegenwärtig sind noch knapp 10 000 US-Soldaten im Land. Zuletzt waren in Bagram bei einem Anschlag kurz vor Weihnachten des Vorjahres sechs US-Soldaten getötet worden.

 Erst am Donnerstagabend hatten Taliban das deutsche Generalkonsulat in Masar-i-Scharif im Norden Afghanistans angegriffen. Dabei starben mindestens vier Menschen, weitere 128 wurden verletzt. Deutsche blieben dabei unversehrt. Als Grund für ihren Angriff führten die Taliban später deutsche Unterstützung für einen US-Luftangriff in der Provinz Kundus an, bei dem Anfang November auch rund 30 Zivilisten getötet wurden.

Von RND/afd

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