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Iowa macht Donald Trump zum Verlierer

US-Vorwahlen Iowa macht Donald Trump zum Verlierer

Iowa hat gewählt - und Donald Trump erst einmal entzaubert. Er wurde bei den Republikanern nur zweiter hinter dem erzkonservativen Senator Ted Cruz. Bei den Demokraten hätte es fast eine Überraschung gegeben.

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Die Vorwahlen in Iowa sind gelaufen.

Quelle: dpa

Des Moines . Die ersten Vorwahlen im US-Bundesstaat Iowa haben den Amerikanern ein überraschendes Schauspiel geboten: Entgegen allen Vorhersagen liefern sich bei der Demokratischen Partei Hillary Clinton und Bernie Sanders ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Bei den Republikanern schiebt sich Ted Cruz auf Platz eins – vor Donald Trump und Marco Rubio. Eine schnelle Entscheidung, welcher Bewerber als offizieller Kandidat der jeweiligen Partei ins Rennen um das Weiße Haus geht, steht damit nicht zu erwarten.

Auch gegen Obama in Iowa verloren

Für Hillary Clinton, bis zum letzten Moment Favoritin, wurde es ein doppelt bitterer Wahlabend: In Iowa wurde die einstige First Lady, auch damals hoch gehandelt, 2008 von dem jungen, vielen noch unbekannten Barack Obama geschlagen. Dass der 68-Jährigen nun an diesem Montag nur ein hauchdünner Vorsprung vor dem 74-jährigen Außenseiter Bernie Sanders gelang, gilt der Parteiführung schon als Niederlage. In mehreren Kreisen der insgesamt 1681 Wahlbezirke lagen die Ergebnisse zwischen den beiden demokratischen Bewerbern sogar so nah beieinander, dass die Versammlungsleiter per Münzwurf den Sieger festlegten. 

Beobachter glauben, dass Clintons Umgang mit ihrer E-Mail-Affäre viele Parteigänger verunsichert haben könnte. In ihrer Amtszeit als Außenministerin hat Clinton zahlreiche offizielle E-Mails über ihr privates Konto verschickt. Jüngst wurde bekannt, dass für den Sommer ein Gerichtsverfahren wegen der Gefährdung von Staatsgeheimnissen droht. In der Wahlkampfzentrale übt sich das Clinton-Lager dennoch in Gelassenheit: Die frühere First Lady liegt in den meisten Bundesstaaten in parteiinternen Umfragen weit vorn.

Unerwartet fielen die Ergebnisse auch bei den Republikanern aus: Der Evangelikale Ted Cruz kam mit 27 Prozent auf Platz eins. Der Senator aus Texas, der der Tea-Party-Bewegung entstammt, galt über längere Zeit zwar als Favorit in dem konservativen Bundesstaat, hatte jedoch in den jüngsten Wochen trotz seines intensiven Wahlkampfes an Zustimmung eingebüßt. Donald Trump, auch er wochenlang allgegenwärtig in Iowa, gratulierte seinem Parteifreund Cruz mit ungewohnt ernster Stimme. Er fühle sich „geehrt“, den zweiten Platz errungen zu haben, schließlich kandidiere er zum ersten Mal für ein öffentliches Amt. Im Übrigen sei das Rennen noch lange nicht entschieden. Die Zuversicht des New Yorker Immobilientycoons ist durchaus gerechtfertigt: Laut Umfragen liegt er in New Hampshire, wo nächste Woche abgestimmt wird, unter den Republikanern vorn. Seinen Nimbus, „stets auf der Seite der Sieger zu stehen“, hat Trump allerdings eingebüßt.

Die eigentliche Überraschung spielt sich bei der „Grand Old Party“ auf dem dritten Platz ab: Marco Rubio kam auf 23 Prozent, setzte sich deutlich von seinem früheren Förderer Jeb Bush ab, der lediglich drei Prozent seiner Parteifreunde hinter sich versammeln konnte. Im Feld der gemäßigten Konservativen zählt der 44-jährige Senator aus Florida damit zu dem aussichtsreichsten Kandidaten.

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