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Deutschland / Welt Terrorangriff auf Touristenhotel in Ägypten
Nachrichten Politik Deutschland / Welt Terrorangriff auf Touristenhotel in Ägypten
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13:07 09.01.2016
Ägyptische Sicherheitsleute vor dem Bella Vista Hotel in Hurghada. Quelle: EPA/STRINGER
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Hurghada

Bei einem Terrorangriff mit Messern auf ein Touristenhotel in dem bei Deutschen beliebten ägyptischen Badeort Hurghada sind drei Urlauber leicht verletzt worden. Eines der drei Opfer habe das Krankenhaus bereits wieder verlassen, sagte Tourismusminister Hischam Sasu am Samstag der staatlichen Nachrichtenagentur Mena. Bei den Verletzten handelte es sich dem Innenministerium zufolge um zwei Österreicher und einen Schweden.

Zwei junge Männer hatten am Freitagabend das Hotel „Bella Vista“ in dem beliebten Badeort angegriffen. Sie drangen in ein an einer Straße gelegenes Restaurant ein und gingen während des Abendessens mit Messern auf die Touristen zu. Augenzeugen berichteten, sie hätten versucht, die Urlauber zu töten. Sicherheitskräfte erschossen einen der beiden Angreifer, den anderen verletzten sie schwer. Eine Videoaufnahme im Internet zeigte einen Mann mit Verletzungen am Bein.  

Auswärtiges Amt mahnt zur Umsicht

Zunächst bekannte sich niemand zu der Tat. Unklar war, ob die Täter auf eigene Faust handelten oder mit einer Terrorgruppe verbunden waren. Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) hat die Verantwortung für zahlreiche Attentate in Ägypten übernommen. Sie will auch im Oktober ein russisches Passagierflugzeuge über dem Sinai mit einer Bombe zum Absturz gebracht haben. 224 Menschen starben damals. Der IS hat vor allem im Norden des Sinais seine Hochburg.

Das Auswärtige Amt (AA) mahnte auf seiner Internetseite am Freitag nach dem Anschlag zur Umsicht: "Reisenden wird geraten, sich in Hurghada selbst umsichtig zu verhalten, auf Ausflüge vorläufig zu verzichten und sich über diese Reise- und Sicherheitshinweise sowie die Medien informiert zu halten."

Die Terroristen griffen das Hotel "Bella Vista" am Roten Meer über ein an einer Straße gelegenes Restaurant an. Sie hätten die Touristen mit Messern bedroht.

Augenzeugen berichteten, die Angreifer seien vom Meer aus gekommen und in das Restaurant eingedrungen, wo die Urlauber gerade beim Abendessen waren. Einer von ihnen habe einen Touristen in seine Gewalt bringen können und versucht, ihn zu töten. Sicherheitskräfte konnten die beiden Terroristen demnach stoppen.

Regelmäßig Terroranschläge in Ägypten

In Ägypten kommt es seit Monaten regelmäßig zu Terroranschlägen. Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) hat sich zu zahlreichen Angriffen bekannt. Im Oktober stürzte über der Sinai-Halbinsel ein russisches Passagierflugzeug nach dem Start im ägyptischen Badeort Scharm el Scheich ab, alle 224 Menschen an Bord kamen ums Leben. Der russische Geheimdienst geht von einem Terroranschlag aus. Der IS bekannte sich dazu. Die Extremisten haben ihre Hochburg im Sinai.

Der Flugzeugabsturz versetzte der ägyptischen Tourismusindustrie, einem der wichtigsten Wirtschaftszweige des Landes, einen schweren Rückschlag. Mehrere europäische Luftlinien setzten ihre Flüge nach Scharm el Scheich aus. Auch in anderen ägyptischen Tourismusregionen gingen die Urlauberzahlen deutlich zurück.

Der Leiter des ägyptischen Fremdenverkehrsamts, Tamer Marzouk, hatte noch im September mitgeteilt, er rechne für 2015 mit insgesamt einer Million deutscher Touristen. Zwischen Januar und Ende September reisten nach seinen Angaben 736.590 Deutsche nach Ägypten. 2014 kamen insgesamt 877.228 deutsche Gäste.

Ägypten ist nicht das einzige nordafrikanische Land, das unter Terror leidet. Im vergangenen Sommer hatte ein Student in dem tunesischen Badeort Sousse 38 Touristen erschossen, bevor er selbst getötet wurde. Er hatte am Strand das Feuer auf die Urlauber eröffnet. Die meisten Opfer waren Briten, zwei Deutsche kamen ebenfalls ums Leben. Bei einem Angriff auf das Bardo-Museum in der tunesischen Hauptstadt Tunis hatten Bewaffnete im März 2015 ebenfalls überwiegend ausländische Urlauber erschossen.

dpa

 Die drei bei einem Terroranschlag im ägyptischen Badeort Hurghada angegriffenen Touristen sind nach Angaben der Regierung leicht verletzt worden. Eines der drei Opfer habe das Krankenhaus bereits wieder verlassen, sagte Tourismusminister Hischam Sasu am Samstag der staatlichen Nachrichtenagentur Mena. Bei den Verletzten handelte es sich dem Innenministerium zufolge um zwei Österreicher und einen Schweden.  Zwei junge Männer hatten am Freitagabend das Hotel „Bella Vista“ in dem beliebten Badeort angegriffen. Sie drangen in ein an einer Straße gelegenes Restaurant ein und gingen während des Abendessens mit Messern auf die Touristen zu. Augenzeugen berichteten, sie hätten versucht, die Urlauber zu töten. Sicherheitskräfte erschossen einen der beiden Angreifer, den anderen verletzten sie schwer. Eine Videoaufnahme im Internet zeigte einen Mann mit Verletzungen am Bein.   Zunächst bekannte sich niemand zu der Tat. Unklar war, ob die Täter auf eigene Faust handelten oder mit einer Terrorgruppe verbunden waren. Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) hat die Verantwortung für zahlreiche Attentate in Ägypten übernommen. Sie will auch im Oktober ein russisches Passagierflugzeuge über dem Sinai mit einer Bombe zum Absturz gebracht haben. 224 Menschen starben damals. Der IS hat vor allem im Norden des Sinais seine Hochburg.  Das Auswärtige Amt mahnte auf seiner Internetseite nach dem Anschlag in Hurghada zur Vorsicht: „Reisenden wird geraten, sich in Hurghada selbst umsichtig zu verhalten, auf Ausflüge vorläufig zu verzichten und sich über diese Reise- und Sicherheitshinweise sowie die Medien informiert zu halten.“ Für Ägyptens ohnehin arg gebeutelte Tourismusbranche bedeutet der Angriff einen erneuten Rückschlag.  Im Westen von Kairo erschossen Unbekannte unterdessen einen Offizier der Verkehrspolizei und einen Rekruten. Die beiden Opfer waren in einem Wagen auf dem Weg zur Arbeit, als das Feuer auf sie eröffnet wurde, wie das ägyptische Innenministerium am Samstag mitteilte. Zu den Tätern gab es keine weiteren Angaben.   Im Februar jährt sich zum fünften Mal der Sturz von Langzeitherrscher Husni Mubarak. Seitdem ist Ägypten kaum zur Ruhe gekommen.

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