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Ermittler prüfen Verbindungen nach Hannover

Mutmaßliche Terroristen festgenommen Ermittler prüfen Verbindungen nach Hannover

Nachdem eine mutmaßliche Terrorzelle zerschlagen wurde, die einen Anschlag in Düsseldorf geplant haben soll, prüfen die Ermittler einen Zusammenhang mit den Aktivitäten des IS in Hannover. Denn auch Safia S. soll im Auftrag der Terror-Miliz gehandelt haben – genauso wie die mutmaßlichen Terroristen jetzt.

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Nach der Zerschlagung der Düsseldorfer Zelle prüfen die Terrorfahnder Zusammenhänge mit den Aktivitäten des IS in Hannover, insbesondere mit der Messerattacke von Safia S. (kleines Bild) auf einen Bundespolizisten.

Quelle: dpa/Archiv

Düsseldorf/Hannover. Die Sicherheitsbehörden haben nach eigenen Angaben einen geplanten Anschlag der Terrororganisation "Islamischer Staat" (IS) in der Düsseldorfer Altstadt vereitelt. Drei tatverdächtige Syrer wurden am Donnerstag in Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg und Brandenburg festgenommen, wie die Bundesanwaltschaft in Karlsruhe mitteilte.

Den Auftrag für den Anschlag in Düsseldorf hat die Gruppe nach Erkenntnissen der Bundesanwaltschaft direkt von der Führungsebene des IS bekommen. Unter anderem deshalb prüfen die Terrorfahnder, ob es einen Zusammenhang mit den Aktivitäten der Terror-Miliz in Hannover gibt. "Bisher haben wir allerdings keine Hinweise darauf, dass es zwischen den Vorfällen in Hannover und Düsseldorf Verbindungen gibt", sagt ein Sprecher der Generalstaatsanwaltschaft.

Anschläge mit Sprengsätzen und Gewehren

Im vergangenen November war das Länderspiel zwischen Deutschland und den Niederlanden in Hannover wegen eines drohenden Sprengstoffanschlags abgesagt worden. Ende Februar stach dann die Schülerin Safia S. einen Bundespolizisten am Hauptbahnhof Hannover nieder. Der Angriff hatte nach Erkenntnissen der Bundesanwaltschaft einen terroristischen Hintergrund gehabt: Safia S. soll vom IS einen Auftrag erhalten haben.

Nach Erkenntnissen der Ermittler hatte die jetzt aufgeflogene Terrorgruppe geplant, dass sich zunächst zwei Selbstmordattentäter in der zentral gelegenen und stark frequentierten Heinrich-Heine-Allee in Düsseldorf in die Luft sprengen. Anschließend sollten weitere Attentäter möglichst viele Passanten mit Gewehren und Sprengsätzen töten, heißt es in einer Presseerklärung der Ermittlungsbehörde.

Verdächtiger in Flüchtlingsunterkunft

Laut Bundesanwaltschaft wurden die Syrer Mahood B. (25), Hamza C. (27) und Arahman A. K. (31) in Nordrhein-Westfalen, Brandenburg und Baden-Württemberg festgenommen – einer von ihnen nach Informationen des SWR in einer Flüchtlingsunterkunft in Leimen.

Ein vierter Komplize sitze in Frankreich in Untersuchungshaft: Saleh A. habe sich am 1. Februar in Paris den französischen Behörden offenbart. Die Bundesanwaltschaft bemühe sich um die Auslieferung des 25-Jährigen. Die Männer sollten nach Möglichkeit noch am Donnerstag in Karlsruhe dem Haftrichter vorgeführt werden.

Über Griechenland nach Deutschland

Hamza C. und der in Paris inhaftierte Saleh A. schlossen sich den Angaben zufolge bereits im Frühjahr 2014 in ihrer Heimat der Terrororganisation IS an. Wenig später erhielten die beiden den Auftrag für den Anschlag. Sie seien im Mai 2014 in die Türkei und im März und Juli 2015 von dort getrennt über Griechenland weiter nach Deutschland gereist. Den 25-jährigen Mahood B. hätten sie spätestens im Januar 2016 davon überzeugt, sich an ihrem Vorhaben zu beteiligen.

Der 31 Jahre alte Verdächtige Arahman A. K., der schon seit Oktober 2014 in Deutschland lebe, habe die Sprengstoffwesten herstellen sollen. A. K. gilt als das erfahrenste Mitglied der Zelle. Er soll bereits 2013 in Syrien für die Terrorgruppe "Jabhat al Nusra" Sprenggürtel und Granaten hergestellt haben.

Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius (SPD) lobte die Arbeit der Ermittler: "Allerdings wird durch die Festnahmen erneut deutlich, dass Deutschland für islamistische Terroristen weiter ein mögliches Ziel ist", fügte er hinzu. In Deutschland sei die Gefahr eines Terroranschlags weiterhin hoch. "Die Sicherheitsbehörden tun alles, um so etwas zu verhindern", sagte Pistorius.

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