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Zwei Terrorverdächtige in Deutschland gefasst

Verbindung zu Anschlägen in Brüssel Zwei Terrorverdächtige in Deutschland gefasst

Nach den Anschlägen in Brüssel hat es laut Medienberichten auch in Deutschland Festnahmen gegeben. Nach nicht näher bezeichneten Informationen des "Spiegel" griff die Polizei je einen Mann im Großraum Gießen und im Raum Düsseldorf auf, bei denen es Verbindungen zu einem der Brüsseler Attentäter geben soll.

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Das SEK soll je einen Verdächtigen in Gießen und Düsseldorf festgenommen haben.

Quelle: dpa

Brüssel/Hannover. Nach den Selbstmordanschlägen von Brüssel macht die Polizei in mehreren Ländern Jagd auf Komplizen der Attentäter. In Düsseldorf und Gießen nahm die Polizei zwei Männer fest, die mit den Terrorakten in der belgischen Hauptstadt in Verbindung gebracht werden. In Belgien wurden acht Personen festgenommen, in Frankreich ein weiterer Mann. Nach Angaben des französischen Innenministeriums wurde ein Anschlagsplan „im fortgeschrittenen Stadium“ vereitelt.

Im Düsseldorfer Stadtteil Bilk nahmen die Ermittler am Donnerstag einen Mann fest, der den Behörden in Nordrhein-Westfalen als Salafist bekannt ist. Am Freitagnachmittag durchsuchten Beamte des Landeskriminalamtes mit einem Spürhund die Wohnung des Mannes. Laut „Spiegel“ und Deutscher Presse-Agentur handelt es sich um Samir E. Der 28-Jährige soll im Sommer 2015 von türkischen Behörden im Grenzgebiet der Türkei und Syrien aufgegriffen worden sein – wie Ibrahim El Bakraoui, der von den belgischen Ermittlern als einer der Selbstmordattentäter vom Brüsseler Flughafen identifiziert wurde. Beide seien im selben Flugzeug nach Amsterdam abgeschoben worden, teilten die türkischen Behörden mit. Ob sich E. und Bakaraoui gekannt haben, wird derzeit untersucht.

Auf den zweiten Verdächtigen, einen 28 Jahre alten Marokkaner, wurde die Polizei nach Informationen der ARD bei einer Routinekontrolle auf dem Bahnhof in Gießen aufmerksam. Wie der „Spiegel“ berichtet, enthält eine Nachricht, die auf seinem Mobiltelefon gefunden wurde, den Namen Khalid El Bakraoui, der als Selbstmordattentäter in der Brüsseler U-Bahn identifiziert wurde.

In der Brüsseler Gemeinde Schaerbeek nahmen die Ermittler am Freitag einen Verdächtigen fest. Der Mann wurde bei dem Polizeieinsatz angeschossen und verletzt. Bereits in der Nacht zu Freitag hatte es in Schaerbeek Razzien gegen Terrorverdächtige gegeben.
Dabei wurden laut Staatsanwaltschaft sechs Personen festgenommen. Einen weiteren Verdächtigen nahmen die Ermittler am Freitag in der Gemeinde Forest fest.

Bei den Anschlägen in Brüssel waren am Dienstag insgesamt 31 Menschen getötet worden, rund 300 wurden verletzt.
EU berät über Terrorabwehr: Die EU-Staaten wollen ihre Sicherheitszusammenarbeit vorantreiben. Nationale Behörden dürften ihre Informationen nicht voreinander abschotten, forderte EU-Kommissar Dimitris Avramopoulos nach einem Treffen der europäischen Innenminister in Brüssel. Zudem wollen die Minister in den nächsten Wochen konkrete Fortschritte beim eigentlich bereits vereinbarten Austausch von Fluggastdaten sehen.

Keine konkrete Warnung vor Länderspiel: Das Fußball-Länderspiel zwischen Deutschland und England heute (20.45 Uhr) in Berlin wird nach jüngstem Stand stattfinden. Es gebe keine neuen Erkenntnisse zur Gefährdungslage, erklärte am Freitag ein Sprecher der Bundespolizei. Die Partie wird unter erhöhter Polizeipräsenz angepfiffen.
Vorerst weiter keine Flüge nach Brüssel: Die Direktflüge von Hannover nach Brüssel sind für Sonnabend und Sonntag weiter vom Flugplan gestrichen.     

Mehr zum Thema: Die Terroranschläge in Brüssel

Auch in Belgien sind Verdächtige festgenommen worden: Alles dazu hier.

Berliner Anwalt überlebt beide Terroranschläge:  Den Bericht dazu finden Sie hier.

Nächstes Terrorziel: Deutschland?  Eine Analyse finden Sie hier.

Der Held vom Brüsseler Flughafen:  Wie Alphonse Youla sieben Menschen rettete.

Was wir über Brüssels Terrornetzwerk wissen:  Eine Übersicht finden Sie hier.

Von Lena Klimkeit 
und Sandra Trauner

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Terror in Belgien und Frankreich
Sicherheitskräfte in Brüssel.

Brüssel kommt nach den blutigen Anschlägen nicht zur Ruhe: Im Zusammenhang mit den Anschlägen  sind am Donnerstagabend in der belgischen Hauptstadt sechs Menschen festgenommen worden. Im Laufe des Freitags werde über Haftbefehle entschieden, teilte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft in Brüssel mit.

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