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Ramelow verliert die Nerven

Thüringens Ministerpräsident Ramelow verliert die Nerven

Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) hat bei einem Auftritt in Halle die Nerven verloren und ist verbal auf Antifa-Demonstranten losgegangen. Darf ein Politiker Kraftausdrücke verwenden?

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"Es kotzt mich an, wie arrogant ihr seid": Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) ist verbal auf Antifa-Demonstranten losgegangen.

Quelle: Martin Schutt/dpa

Erfurt/Halle. Im Internet ist ein Video zu sehen, in dem Ramelow deutliche Worte findet: "Es kotzt mich an, wie arrogant ihr seid", sagt er zu den linken Autonomen. "Das ist so eine intolerante Aktion!". Als der Regierungschef bemerkte, dass er mit einem Handy aufgenommen wurde, griff er danach. An dieser Stelle endet der Film abrupt.

Aufgenommen wurde die Szene am Samstag im Stadthaus von Halle. In Sachsen-Anhalt wurde der mitteldeutsche Inklusionspreis "Mosaik" vergeben. Dieser zeichnet Menschen aus, die sich für die Einbeziehung Behinderter ins gesellschaftliche Leben einsetzen.

"Das hatte Überfall-Charakter"

Dieses Forum nutzten Autonome, um ihre Parolen zu propagieren. "Einige haben das Gastrecht der Veranstalter missbraucht, um den Ministerpräsident in inakzeptabler Weise zu belästigen", erklärte Ramelows Sprecher. "Das hatte schon Überfall-Charakter." Zuvor hatte Ramelow bei Twitter einen geplanten Antifa-Aufmarsch vor dem Privathaus des AfD-Landeschefs Björn Höcke scharf verurteilt.

Ramelows Auftritt in Halle stößt im Netz durchaus auf Verständnis. Kritiker werfen ihm allerdings vor, Kraftausdrücke seien unpassend für das Amt. Es ist nicht das erste Mal, dass Ramelow aus der Rolle fiel. So hat er in der Vergangenheit auf Twitter Italiens Ex-Ministerpräsidenten Silvio Berlusconi einen "Dreckarsch" genannt.

dpa

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