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Deutschland / Welt Trump-Mitschnitt: Gespräch über Geld für Playmate-Geschichte
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06:16 25.07.2018
US-Präsident Donald Trump. Quelle: AP
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Los Angeles

Aus dem heimlichen Mitschnitt eines Gesprächs von Donald Trump und dessen Ex-Anwalt Michael Cohen über eine mögliche Zahlung an ein früheres Playmate sind Details bekanntgeworden. Der TV-Sender CNN veröffentlichte die Aufnahme von 2016 am Dienstagabend (Ortszeit). Darin ist zu hören, wie Trump und sein langjähriger Anwalt Michael Cohen sich über den Rechtekauf an einer Geschichte mit dem Playboy-Model Karen McDougal unterhalten.

McDougal bekam von Medienunternehmen 150.000 Dollar für ihre Geschichte

Einmal sagt Trump in der Aufnahme „in bar bezahlen“, woraufhin Cohen sofort sagt „nein, nein“ und denn wieder Trump „Check“ sagt. Außerdem ist zu hören, wie Cohen die Gründung einer Firma vorschlägt, „für den Transfer der ganzen Informationen bezüglich unseres Freundes David“. Mit David ist möglicherweise David Pecker gemeint, Trumps Freund und Chef der American Media Inc., dem Mutterkonzern der Zeitschrift „National Enquirer“.

American Media Inc. hatte McDougal 150.000 Dollar für ihre Geschichte über eine angebliche Affäre mit Trump im Jahr 2006 gezahlt. Der „National Enquirer“ jedoch veröffentlichte diese Geschichte nie und ließ sie stattdessen in der Schublade. Ein Vorgehen, das in der Zeitschriftenbranche als „Catch and Kill“ bezeichnet wird, weil es nicht zur Veröffentlichung kommt, aber der Geschichtenerzähler dennoch seine weiteren Rechte daran einbüßt. Trump streitet ab, dass die beiden je eine Affäre hatten.

McDougal wurde im Wahlkampf mundtot gemacht

Durch die Vereinbarung mit American Media wurde McDougal während des Wahlkampfs 2016 mundtot gemacht. Tage vor der Wahl kamen aber Informationen über die Vereinbarung im „Wall Street Journal“ auf. Damals sagte eine Sprecherin Trumps, dessen Team wisse nichts davon.

In der vergangenen Woche hatte Trumps Anwalt Rudy Giuliani gesagt, die Tonaufnahme werde beweisen, dass der heutige Präsident eine korrekte Bezahlung per Check gewollt habe. Er lieferte CNN ein Transkript, laut dem Trump Cohen gesagt haben soll: „Bezahl' nicht in bar ... Check.“ Der Nachrichtenagentur AP sagte Giuliani, das Transkript gebe das aufgezeichnete Gespräch angemessen wider.

Von RND/AP

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