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Das sind die Reaktionen auf Trumps Wahlsieg

US-Wahl 2016 Das sind die Reaktionen auf Trumps Wahlsieg

Der Sieg von Donald Trump hat wohl die meisten überrascht - auch in Deutschland. Schon kurz nach dem Wahlerfolg des umstrittenen Kandidaten meldeten sich Politiker und weitere Prominente zu Wort.

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Quelle: AFP/M

Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) hat sich erschüttert vom Erfolg des republikanischen Präsidentschaftskandidaten Donald Trump gezeigt. "Das war schon ein schwerer Schock, als ich gesehen habe, wohin die Entwicklung geht", sagte sie am Mittwoch in der ARD-"Tagesschau" auf die Frage, mit welchem Gefühl sie nach der US-Wahlnacht aufgewacht sei. Sie ergänzte aber: "Auch wenn dieser Wahlkampf getränkt war von Herabwürdigung, von Spaltung: Es ist eine demokratische, freie Wahl. Und wir müssen uns jetzt mit den Realitäten auseinandersetzen."

Der ungarische Ministerpräsident Viktor Orban hat dem neu gewählten US-Präsidenten Donald Trump von ganzem Herzen gratuliert. "Gratulation. Was für eine großartige Neuigkeit. Die Demokratie lebt noch", schrieb Orban am Mittwochmorgen auf Englisch auf seiner Facebook-Seite. Der rechts-konservative Politiker ist der einzige europäische Regierungschef, der bereits vor der US-Präsidentschaftswahl am Dienstag offen seine Vorliebe für den Republikaner Trump erklärt hatte.

Auch der britische Brexit-Wortführer Nigel Farage hat dem neugewählten US-Präsidenten Donald Trump gratuliert. "Viele Glückwünsche", twitterte Farage am Mittwochmorgen. "Sie haben einen mutigen Wahlkampf geführt." Bereits kurz zuvor meinte Farage ebenfalls via Twitter: "Es scheint, als wird 2016 zum Jahr zweier großer politischer Revolutionen." Farage war beim EU-Referendum einer der entscheidenden Kämpfer für den EU-Austritt Großbritanniens. Er hatte Trump im Wahlkampf in den USA besucht und ihn unterstützt.   

Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil: „Die Wahl von Donald Trump bereitet mir große Sorgen. Die Aussagen, die der designierte Präsident im Wahlkampf gemacht hat, lassen jedenfalls nichts Gutes erahnen. Gleichwohl ist sein Sieg als Ergebnis einer demokratischen Wahl zu akzeptieren. Der Wahlkampf in den USA war quälend, die Heftigkeit der persönlichen Angriffe und die Art und Weise, wie mit Unterstellungen und Lügen gearbeitet worden ist, hat mich zutiefst erschreckt. Das hat der Demokratie insgesamt geschadet. Ich hoffe sehr, dass diese Methoden nicht Schule machen."

Der niedersächsische Landesbischof Ralf Meister:  Die Bürgerinnen und Bürger der USA haben eine Entscheidung getroffen, die ich aus meiner persönlichen Sicht nur sehr schwer nachvollziehen kann. Ich wünsche den Vereinigten Staaten für die kommenden Wochen und Monate, dass sie ihre Zerrissenheit heilen können und die demokratischen und moralischen Kräfte dieses Landes die Oberhand behalten werden. 

Niedersachsens Landtagspräsident Bernd Busemann erklärte, es gelte jetzt, ein demokratisches Ergebnis zu akzeptieren. Der Ausgang der Wahl sei eine Mahnung an alle Politiker und Medienvertreter, dem Volk künftig genauer „aufs Maul zu schauen“, wie Busemann mit einem Luther-Zitat sagte.

Nach Ansicht von Regionspräsident Hauke Jagau ist die wichtigste Frage nun, wie Europa auf Trumps Parole „America first!“ reagiere: „Wird es uns gelingen, gemeinsam wettbewerbsfähig zu bleiben – oder gibt es ein weiteres Auseinanderdriften der Staaten?“

Grünen-Chef Cem Özdemir hat mit Entsetzen auf den Wahlsieg des US-Republikaners Donald Trump reagiert. "Das ist ein Schock", sagte Özdemir am Mittwoch in der ARD. Die Hoffnung, dass Trump von der republikanischen Partei eingedämmt werde, halte er für "trügerisch". 

Unionsfraktionschef  Volker Kauder  (CDU) setzt nach dem Wahlsieg von Donald Trump auf eine weiterhin enge Partnerschaft mit den USA. „Wir müssen auch mit Donald Trump als neuem US-Präsidenten möglichst gut zusammenarbeiten“, teilte Kauder am Mittwoch in Berlin mit. Eine enge transatlantische Partnerschaft sei für Deutschland und Europa weiter von zentraler Bedeutung. Zugleich warnte er, das geplante Freihandelsabkommen TTIP zwischen Europa und den USA dürfe nicht voreilig aufgegeben werden. Die guten Handelsbeziehungen dürften nicht aufs Spiel gesetzt werden. Der US-Wahlkampf habe auf viele Menschen in der Bundesrepublik verstörend gewirkt, sagte Kauder und warnte: „In Deutschland sollten wir uns vor einer solchen Auseinandersetzung hüten.“

SPD-Fraktionschef  Thomas Oppermann  erwartet große Zeichen der Unsicherheit für den Westen nach der Wahl von Donald Trump zum neuen US-Präsidenten. „God save America! Es kommen wilde Zeiten auf uns zu. Wir müssen kühlen Kopf bewahren“, twitterte Oppermann am Mittwochmorgen.

BDI-Präsident  Ulrich Grillo  : „Die Verunsicherung in der Wirtschaft ist riesengroß“, erklärte er am Mittwoch in Berlin. Trump sei „gut beraten, die US-Wirtschaft nicht von der Welt abzuschotten, sonst wird die Unklarheit über den künftigen Kurs zu erheblichen negativen Effekten für die Weltwirtschaft führen“.

EU-Parlamentspräsident  Martin Schulz  erwartet nach der Wahl Donald Trumps zum US-Präsidenten schwierigere Beziehungen zu den Vereinigten Staaten. „Freuen tut mich das nicht“, sagte Schulz am Mittwoch im ZDF zum Wahlausgang in den USA. Trump sei aber der „frei gewählte Präsident der Vereinigten Staaten, der unseren Respekt verdient. Und ich hoffe, dass er auch uns respektieren wird.“

Weitere Reaktionen aus dem Netz:

Die Abgeordnete Kordula Schulz-Asche (Bündnis 90/Die Grünen) frotzelt:

Der Comedian Ingmar Stadelmann twittert:

Der ehemalige schwedische Außenminister Carl Bildt macht sich über den überraschenden Wahlausgang lustig:

Marian Bracht von der Jungen Union witzelt via Twitter:

Sängerin Cher hat bereits im Vorfeld politisch deutlich Stellung bezogen. Als sich ein Sieg Trumps abzeichnet, twittert die Pop-Ikone wütend: "Wie in Deutschland in den 30ern, Ärger und Wut hat unser Land aufgefressen.“

Der amerikanische Blogger Perez Hilton regt sich bei Twitter über die Wahlentscheidung auf. "Amerika, du bist gefeuert!" und weiter: "Die Welt sollte sich sehr erschrecken!"

Wrestling-Legende und Trump-Anhänger Hulk Hogan kommentiert den Wahlsieg: "Ich bin so dankbar. Gott segne Amerika!"

Die Autorin J. K. Rowling zeigt sich wütend über den Wahlausgang und zeigt sich kämpferisch: "Wir dürfen Hass-Reden nicht zur Normalität werden lassen!"

Auch Pop-Queen Madonna, die sich öffentlich für Hillary Clinton ausgesprochen hat, ruft dazu auf, nicht aufzugeben.

Lady Gaga hat bis zum Schluss die Hoffnung für einen Wahlsieg von Hillary Clinton nicht aufgegeben

Katie Pavlich vom Sender Fox News ist empört, dass Hillary Clinton ihre eigene Wahlparty nicht besuchen will.

Auch die deutsche Moderatorin Catherine Vogel ist entsetzt:

Blogger Caspar C. Mierau twittert:

Der australische Radiomoderator scherzt, er biete ein freies Zimmer und eine Hochzeit an, falls eine Amerikanerin gerne nach Australien auswandern möchte:

Von RND/km

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