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Deutschland / Welt Trump schlechtester US-Präsident aller Zeiten
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11:54 22.02.2018
Daumen runter: Donald Trump ist, nach dem Votum von 170 US-Wissenschaftlern, der schlechteste amerikanische Präsident aller Zeiten. Quelle: AP
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New York

Im Vergleich zu 2014, als die bisher letzte Rangliste der amerikanischen Präsidenten veröffentlicht wurde, verlor der bisher unangefochten Schlechteste unter den bewerteten Staatschefs, James Buchanan, seinen letzten Platz an Donald Trump. Buchanan gilt als einer der historisch Hauptverantwortlichen für den blutigen Bürgerkrieg, der die USA zwischen 1861 und 1865 heimsuchte und die Nation – bis heute spürbar – spaltete.

Auf Platz 1 und 2 stehen unverändert zwei historische Figuren: Abraham Lincoln, der große Einiger der Nation, der am 15. April 1865 von John Wilkes Booth ermordet wurde, einem Sezessionisten. Platz 2 hält George Washington, der von 1789 bis 1797 als erster Präsident der Vereinigten Staaten im Amt war. Washington ist bis heute der einzige Präsident, der die Stimmen aller Wahlmänner erhielt. Er legte das Fundament für das moderne Amerika, seine Weigerung, eine dritte Amtszeit zu regieren, führte zu der Tradition, dass US-Präsidenten nur für maximal zwei Amtszeiten gewählt werden dürfen.

Obama ist der größte Aufsteiger

Das Punktesystem, nachdem die Wissenschaftler die Kompetenz-Rangliste der Präsidenten erstellten, geht von 0 (Scheitern) über 50 (Durchschnitt) bis zum Maximum von 100 (großartig). Trump erhielt 12 von möglichen 100 Punkten. Lincoln bekam 95, Washington 93 Punkte. Den besten Platz eines Nachkriegs-Präsidenten belegt Franklin Delano Roosevelt (1933 bis 1945), der mit 89 Punkten unverändert auf Platz 3 steht. Vierter wurde dessen entfernter Cousin Theodore Roosevelt, der 26. Präsident der USA. Größter Aufsteiger ist Präsident Nr. 43, Barack Obama (71 Punkte), der es auf Platz 8 schaffte. 2014 stand dort noch Bill Clinton – er findet sich 2018 auf Platz 13 wieder.

Interessant ist auch, dass die bekennend republikanischen Wissenschaftler Trump nur auf Platz 40 (von 44) setzten. Die Unabhängigen (als eher konservativ einzuschätzen) platzierten Trump auf Position 43, bei den Demokraten-Wählern unter den Forschern kam Trump mit nur 8 Punkten auf den letzten Platz, Buchanan erhielt immer noch 16 Punkte. John F. Kennedy schaffte es auf Platz 16, George W. Bush 30. und sein Vater George Herbert Walker Bush 17.

Fazit der Professoren Brandon Rottinghaus aus Houston und Justin S. Vaughn aus Idaho, die die Studie betreuten: Trumps erste Platzierung ist eine Schmach, doch es gab Dutzende von Präsidenten, die einen schlechten Start hatten und später ihre Linie geändert und so mehr Zuspruch erhalten hatten.

Es ist, so oder so, noch Luft nach oben für Nr. 44.

Von Daniel Killy/RND

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