Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Deutschland / Welt Trump verzichtet auf harten Kurs gegen China-Investitionen
Nachrichten Politik Deutschland / Welt Trump verzichtet auf harten Kurs gegen China-Investitionen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
17:31 27.06.2018
US-Präsident Donald Trump sendet ein erstes Entspannungssignal im Handelskonflikt. Quelle: AP
Washington

Entspannungssignal im Handelsstreit: US-Präsident Donald Trump verzichtet vorerst auf ein hartes Durchgreifen gegen chinesische Investitionen in US-Technologie. Das Weiße Haus setzt zunächst auf eine Modernisierung bereits bestehender Regeln und sieht von zusätzlichen Maßnahmen ab, wie die Regierung am Mittwoch in Washington mitteilte. An der Börse war die Erleichterung groß - Anleger hatten eine weitere Eskalation im Konflikt zwischen Washington und Peking befürchtet.

Der Kongress habe bei der Gesetzgebung zum Schutz von US-Technologien vor schädlichen Übernahmen aus dem Ausland bereits deutliche Fortschritte gemacht, verkündete Trump in einem Statement. Sollte es jedoch verfehlt werden, „die Kronjuwelen der US-Technologie“ und geistiges Eigentum besser vor Akquisitionen zu schützen, die die nationale Sicherheit und die Wirtschaft bedrohten, so werde die Entwicklung strikterer Maßnahmen angewiesen.

Übernahmen durch China als Risiko

Zuletzt hatten Berichte über bevorstehende Beschränkungen von China-Investitionen auf eine weitere Zuspitzung des Handelsstreits schließen und die Nervosität an den Finanzmärkten steigen lassen. Dabei ging es etwa darum, Firmen, die zu 25 Prozent oder mehr in chinesischem Besitz sind, vom Kauf von Unternehmen aus dem US-Technologiesektor auszuschließen.

Die Prüfung und Kontrolle von ausländischen Investitionen ist in den USA vor allem im Hightech-Bereich ein großes Thema. Vertreter der US-Regierung sehen insbesondere Übernahmen durch chinesische Firmen als großes Risiko. Trump blockte zuletzt den Übernahmeversuch des US-Chipkonzerns Qualcomm durch den in Singapur ansässigen Rivalen Broadcom. Die zuständige US-Behörde CFIUS hat auch schon Transaktionen deutscher Unternehmen wie Infineon und Aixtron mit chinesischen Firmen wegen nationaler Sicherheitsbedenken durchkreuzt.

Von RND/dpa

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Die HAZ freut sich am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Das Thema Baukindergeld ist erstmal vom Tisch, die Große Koalition hat sich auf einen Kompromiss geeinigt. Die ersten Reaktionen fallen allerdings unterschiedlich aus: Während Ökonomen Zweifel äußern, signalisiert die Bauindustrie Zustimmung.

27.06.2018

Der Drogenkonsum boomt weltweit, Deutschland setzt allerdings falsche Prioritäten im Umgang mit legalen und illegalen Drogen. Das geht aus dem Alternativen Drogen- und Suchtbericht 2018 hervor. Demnach solle mehr gegen Alkohol und Tabak getan werden.

27.06.2018

Die Union leidet unter dem Asylstreit: Laut einer aktuellen Wähler-Umfrage würden nur noch 30 Prozent der Wähler ein Kreuz bei der Union setzen. Trotzdem stellt sich die Mehrheit hinter Seehofers Pläne.

27.06.2018