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Trump zahlte Pornodarstellerin aus eigener Tasche

US-Präsident Trump zahlte Pornodarstellerin aus eigener Tasche

Kein guter Auftakt zum Valentinstag: Ausgerechnet am Vorabend des romantischen Festes wird bekannt, dass Donald Trump 130.000 Dollar aus eigener Tasche zahlte, um das Bekanntwerden einer angeblichen Affäre mit einer Pornodarstellerin zu verhindern. Das Geld stammt nicht aus der damaligen Wahlkampfkasse, betont der Anwalt Trumps.

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Donald Trump und Melania müssen ausgerechnet am Valentinstag neuen Enthüllungen um eine angebliche außereheliche Affäre des US-Präsidenten entgegentreten.

Quelle: AP

Washington. Die Opposition hatte den Chef des Weißen Hauses in den vergangenen Tagen zusehends unter Druck gesetzt. Sollte die ominöse Zahlung unmittelbar vor Beginn des Wahlkampfes über die Parteikasse abgewickelt worden sein, würde es sich um ein handfestes Vergehen handeln.

Michael Cohen, der als persönlicher Anwalt seit mehr als einem Jahrzehnt eng mit der familieneigenen „Trump Organization“ verbunden ist, erkannte offenbar als erster den Ernst der Lage und empfahl dem Präsidenten den Gang an die Öffentlichkeit: „Die Zahlung an Frau Clifford war rechtmäßig“, so Cohen. Weder die „Trump Organization“ noch das Wahlkampfteam waren in die private Abmachung eingebunden, heißt es in einem Statement an die „New York Times“.

Zahlung soll kein Eingeständnis der Affäre sein

Die Zeitung erinnerte am Dienstag daran, dass Trump die Affäre kürzlich abgestritten, Stephanie Clifford zu einem früheren Zeitpunkt gegenüber anderen Medien jedoch ausführlich davon erzählt hatte.

Ein Eingeständnis, dass Trump unmittelbar nach der Geburt seines Sohnes Barron mit Clifford - genannt „Stormy Daniels“ - eine kurzzeitige Affäre unterhielt, sei mit der Zahlung allerdings nicht verbunden, so der Jurist.

Pornodarstellerin hält sich bislang an Abmachung

Ausgerechnet das „Wall Street Journal“, das sich sonst auf Distanz zu Boulevardthemen hält, hatte im Januar über das Arrangement berichtet. Demnach soll Cohen im Herbst 2016 als Vermittler gedient haben, um Clifford davon abzuhalten, weiterhin über eine frühere sexuelle Begegnung mit Trump in aller Öffentlichkeit zu sprechen. Clifford hält sich bisher an diese Abmachung, wenngleich sie seit Wochen mit einer Show durch Amerika tingelt, in der es unzählige Andeutungen auf die mutmaßliche Beziehung gibt.

Als indirekte Antwort auf Cohens Erklärung lässt sich eine Ankündigung von Melania Trump verstehen, die am Dienstagabend fast zeitgleich ankündigte, den Valentinstag nicht im Weißen Haus zu verbringen, sondern bei einem Besuch in einem Kinderkrankenhaus in nahegelegenen Maryland.

Melania verbringt Valentinstag nicht im Weißen Haus

Seit der ersten Berichterstattung über die mutmaßliche Affäre des Präsidenten spekulieren diverse US-Medien über eine Ehekrise im Weißen Haus. So wollte Melania Trump ihren Ehemann ursprünglich zum Weltwirtschaftsgipfel Ende Januar ins schweizerische Davos begleiten, sagte die Reise aber kurzfristig ab.

Stattdessen besuchte sie zunächst die Holocaust-Gedenkstätte in Washington und flog anschließend in die familieneigene Ferienanlage Mar-a-Lago unweit von Palm Beach. Nach einem nur mehrstündigen Aufenthalt trat die 47-Jährige wieder den Rückweg in die US-Hauptstadt an.

Aufmerksam registriert wurde auch der Auftritt bei der ersten Regierungserklärung vor zwei Wochen: Im Gegensatz zu ihren Vorgängerinnen begleitete Melania Trump den Präsidenten nicht auf dem Weg vom Weißen Haus zum Kongress, sondern fuhr kurzerhand wenige Minuten zuvor mit einer eigenen Autokolonne zum Parlament.

Von RND/Stefan Koch

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