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Türkei verhängt Ausreiseverbot für Akademiker

Nach Putschversuch Türkei verhängt Ausreiseverbot für Akademiker

Der Hochschulrat der Türkei hat den Wissenschaftlern des Landes die Ausreise untersagt. Außerdem soll überprüft werden, ob die Wissenschaftler Verbindungen zur Bewegung von Prediger Fethulla Gülen haben. Unterdessen ist erstmals seit dem Putsch der Sicherheitsrat des Landes zusammengekommen.

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Der türkische Präsident Erdogan spricht zum Volk. Der Hochschulrat des Landes verbietet die Ausreise von Akademikern.

Quelle: dpa/Archiv

Ankara. Nach dem Putschversuch in der Türkei hat der türkische Hochschulrat Dienstreisen des gesamten Lehrpersonals ins Ausland untersagt. Lehrpersonal im Ausland ohne zwingenden Aufenthaltsgrund werde aufgefordert, baldmöglichst in die Türkei zurückzukehren, meldete die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu am Mittwoch. Staatliche und private Universitäten sollten Mitarbeiter aus dem Lehrkörper überprüfen, ob sie Verbindungen zur Bewegung des Predigers Fethullah Gülen haben, und gegebenenfalls dem Hochschulrat melden. Das gelte auch für ausländisches Lehrpersonal.

Aus Regierungskreisen hieß es, es handele sich um eine vorübergehende Maßnahme. Damit solle die Flucht von «angeblichen Komplizen der Umstürzler in Universitäten» verhindert werden. «Bestimmte Einzelpersonen» würden verdächtigt, in Kontakt mit den Putschisten aus den Reihen der Streitkräfte gestanden zu haben. Die Türkei macht den in den USA lebenden Prediger Gülen für den Putschversuch vom Freitag mit mehr als 260 Toten verantwortlich. Seitdem wurden Zehntausende Staatsbedienstete vom Dienst suspendiert.

Warten auf "wichtige Entscheidung"

Unterdessen ist in Ankara der Sicherheitsrat der Türkei zusammengekommen. Die Sondersitzung wird von Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan geleitet, der formell der Oberbefehlshaber der Streitkräfte ist. Anschließend tagt das Kabinett. Erdogan hatte zuvor angekündigt, bei den Sitzungen werde eine «wichtige Entscheidung» fallen. Nähere Angaben machte er nicht. Vermutlich geht es um die Wiedereinführung der Todesstrafe, mit der Putschisten bestraft werden sollen.

Seit dem Putschversuch mit mehr als 260 Toten geht die Regierung mit harter Hand gegen mutmaßliche Anhänger des in den USA lebenden Predigers Fethullah Gülen vor. Zehntausende Staatsbedienstete wurden suspendiert, mehr als 8500 Menschen festgenommen. Die Türkei fordert von Washington Gülens Auslieferung.

dpa

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