Volltextsuche über das Angebot:

9 ° / 8 ° Regenschauer

Navigation:
Türkische Bodenoffensive drängt IS-Kämpfer zurück

Krieg in Syrien Türkische Bodenoffensive drängt IS-Kämpfer zurück

Mehr als fünf Jahre nach Beginn des syrischen Bürgerkriegs haben die Türkei und die US-geführte Koalition erfolgreich eine gemeinsam Großoffensive gegen den IS abgeschlossen. Der strategisch wichtigen Grenzort Dscharablus wurde vom IS befreit. Für die Türkei war das aber nicht das einzige Ziel.

Voriger Artikel
Syrische Regierung und IS setzten Chemiewaffen ein
Nächster Artikel
Bundeswehr bereitet wohl Abzug aus Incirlik vor

Türkische Panzer hatten für den Einsatz die Grenze zu Syrien überquert.

Quelle: dpa

Istanbul/Berlin . Türkische Truppen und syrische Rebellenkämpfer haben die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) aus dem strategisch wichtigen Grenzort Dscharablus im Norden Syrien vertrieben. Die Freie Syrische Armee habe den Grenzort Dscharablus zurückerobert, sagte der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan am Mittwochabend nach einem Treffen US-Vizepräsident Joe Biden in Ankara. Verbündete syrische Rebellen kontrollierten alle wichtigen Teile der Stadt.

Türkei geht es auch um Stopp der Kurden

Mehr als fünf Jahre nach Beginn des syrischen Bürgerkriegs hatten türkische Truppen erstmals eine solche Bodenoffensive im Nachbarland eingeläutet. Erdogan erklärte, der Militäreinsatz sei "gegen Bedrohungen gerichtet", die für die Türkei von Terrororganisationen wie dem IS oder der syrischen Kurdenmiliz YPG ausgingen.

Bei der Offensive "Schutzschild Euphrat" dürfte es der Türkei neben der Bekämpfung des IS vor allem darum gehen, einen weiteren Vormarsch syrischer Kurden zu verhindern. Die USA haben nach eigenen Angaben an der Spitze der internationalen Anti-IS-Koalition die türkische Armee und syrische Rebellen bei der Rückeroberung von Dscharablus unterstützt. "Die Anti-IS-Koalition hat in Unterstützung türkischer Anti-IS-Operationen und syrischer Oppositionskräfte am heutigen Tag Luftschläge ausgeführt, um den IS aus Dscharablus zu vertreiben", teilte das US-Verteidigungsministerium mit.

Die Gegend um Dscharablus ist ein wichtiges Schlupfloch - IS-Kämpfer überwinden dort die türkisch-syrische Grenze. Die USA hätten die Türkei bereits seit langer Zeit ermutigt, die Grenze zu schließen, sagte ein Sprecher des Weißen Hauses in Washington. Beim letztjährigen G20-Gipfel hätten sich bereits Präsident Barack Obama und Erdogan darüber verständigt. Der US-Sprecher betonte die Rolle der Kurden bei der Befreiung der türkisch-syrischen Grenze, die "wichtige Beiträge" geleistet hätten.

US-Vizepräsident Biden hatte die kurdischen Truppen aufgefordert, nicht weiter nach Dscharablus vorzurücken, sondern sich nach Osten zurückziehen. Die Türkei befürchtet, dass die kurdischen Kräfte den Anti-IS-Einsatz als Gelegenheit nutzen, um im Norden Syriens einen Kurdenstaat zu errichten, den Ankara als "nicht akzeptabel" einstuft.

dpa/RND/zys

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Deutschland / Welt

Die Wahl ist entschieden: Donald Trump wird der 45. Präsident der USA. Auf unserer Themenseite finden Sie aktuelle Berichte, Analysen und Hintergrundinformationen zur Wahl des Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika. mehr

CDU-Parteitag in Hameln

Zum Landesparteitag der niedersächsischen CDU in Hameln haben sich rund 450 Delegierte versammelt, um über einen Spitzenkandidaten für die Landtagswahl 2018 zu entscheiden. Sie nominierten einstimmig Bernd Althusmann.

Die Karikatur des Tages

So sehen unsere Karikaturisten die Welt.