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Deutschland / Welt Kerry zieht positive Bilanz
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16:50 15.07.2014
US-Außenminister John Kerry sieht Fortschritte bei den Iran-Gesprächen. Quelle: dpa
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Wien

Wenige Tage vor Ende der Verhandlungsfrist kommt Bewegung in die Atomverhandlungen mit dem Iran. Nach mehreren Gesprächen mit dem iranischen Außenminister Dschawad Sarif sprach US-Außenminister John Kerry von Fortschritten selbst in kritischen Punkten. "Aber es gibt auch noch erhebliche Differenzen in entscheidenden Fragen", betonte er am Dienstag in Wien vor seinem Rückflug nach Washington. Er werde nun US-Präsident Barack Obama und Kongressmitglieder informieren. Die Absicht, möglichst bis zum 20. Juli eine Einigung zu erreichen, bleibe bestehen.

"Der (Termin) 20. Juli liegt noch auf dem Tisch", sagte er. Die Gespräche würden beidseits mit "guter Absicht" geführt. Auch der Iran sieht trotz der noch bestehenden Schwierigkeiten eine Chance, sich bis zum Sonntag auf einen Vertrag zu einigen. "Unser Ziel ist es, aus dieser Sackgasse rauszukommen. Wir hatten diesbezüglich gute Verhandlungen mit der amerikanischen Seite", sagte Sarif. Erst am vergangenen Sonntag hatten auch die Außenminister Großbritanniens, Frankreichs und Deutschlands auf den Iran eingewirkt, sich in letzter Minute noch zu bewegen.

"Wir haben noch nicht die richtige Kombination oder Formel gefunden", sagte Kerry mit Blick auf eine möglichst "faire und vernünftige" Einigung. Laut "New York Times" hat der Iran zuletzt angeboten, seine Kapazitäten für die Urananreicherung auf dem aktuellen Niveau für mehrere Jahre einzufrieren. Diesen angeblichen Vorschlag kommentierte Kerry nicht direkt. Er forderte erneut, erhebliche Reduzierungen bei der Zahl der Zentrifugen. Art und Umfang der Urananreicherung gelten als eine der entscheidenden Fragen.

Damit hängt die Fähigkeit zum etwaigen Bau einer Atombombe zusammen. Die 5+1-Gruppe (USA, Russland, China, Frankreich, Großbritannien und Deutschland) will Gewissheit, dass das Atomprogramm Teherans ausschließlich friedlichen Zwecken dient. Der Iran möchte, dass die Wirtschaftssanktionen aufgehoben werden.

dpa

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