Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Deutschland / Welt Trump will "waffenfreie Zonen abschaffen"
Nachrichten Politik Deutschland / Welt Trump will "waffenfreie Zonen abschaffen"
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
15:23 21.05.2016
Donald Trump bei einer Wahlkampfveranstaltung auf Long Island. Quelle: EPA/Peter Foley/dpa
Anzeige
Louisville

Die US-Waffenlobby unterstützt im Präsidentschaftswahlkampf erwartungsgemäß Donald Trump, den voraussichtlichen Kandidaten der Republikaner. Der Vorsitzende der National Rifle Association (NRA), Chris Cox, sicherte Trump am Freitag in Louisville (Kentucky) die Unterstützung des einflussreichen Verbands zu.

In seiner Rede vor der Jahresversammlung der NRA sagte Trump, er werde als Präsident das Recht auf Waffenbesitz verteidigen. Anders als Hillary Clinton, voraussichtliche Kandidatin der Demokraten, werde er dieses Grundrecht achten und wertschätzen. Clinton sei die am meisten gegen Waffen gerichtete Kandidatin in der Geschichte. "Sie will uns unsere Waffen wegnehmen", sagte Trump. "Sie will verwundbare Amerikaner in Gewaltgegenden entwaffnen."

Das entspricht jedoch nicht dem, was Clinton fordert. Die Ex-Außenministerin und frühere First Lady setzt sich zwar laut und deutlich für schärfere Bestimmungen für den Besitz von Waffen ein, aber nicht für eine Abschaffung des Grundrechts.

Wie zu vielen anderen Punkten auch, hat Trump seine Haltung zu Waffen im Lauf der Zeit geändert. In den vergangenen Jahren hatte er sich mehrfach gegen Waffen ausgesprochen.

Nun sagte Trump, es müsse in den USA generell ein Ende mit waffenfreien Zonen haben – also auch in Schulen. Unter dem Applaus der NRA fügte er hinzu, mehr Waffen bedeuteten letztlich weniger Waffengewalt.

In den USA sterben im Schnitt jährlich etwa 33.000 Menschen durch Schusswaffengewalt. Die Zahl steigt seit Jahren. Statistisch besitzen 90 Prozent der 320 Millionen US-Bürger eine Waffe. Das Thema ist sehr emotional besetzt und spaltet die Gesellschaft. Es spielt auch im Wahlkampf eine wichtige Rolle.

dpa

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Die HAZ freut sich am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Vorschlag für mehr Verkehrssicherheit: Betrunkene sollen nach dem Willen der SPD früher vom Rad absteigen müssen. Die Promillegrenze soll demnach von 1,6 auf 1,1 Promille sinken.

21.05.2016

Der Linken-Bundestagsabgeordnete Gregor Gysi macht sich für einen gemeinsamen Kanzlerkandidaten von SPD, Grünen und Linken stark. Allerdings stellt er Bedingungen.

20.05.2016

"Alarm für Cobra 11" statt "House of Cards"? Geht es nach der EU-Kommission, könnten künftig mehr heimische Produktionen bei Streamingdiensten wie Netflix auftauchen. Mindestens 20 Prozent der Serien und Filme sollen EU-Produktionen sein.

20.05.2016
Anzeige