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Deutschland / Welt Republikaner für Trump-Nominierung versammelt
Nachrichten Politik Deutschland / Welt Republikaner für Trump-Nominierung versammelt
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20:56 18.07.2016
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Cleveland

Vor Eröffnung der Versammlung pries sich Trump erneut als der Kandidat an, der das Land durch "Stärke" führen und "Recht und Ordnung" wiederherstellen werde. Zu Beginn des Parteitags hielten die Delegierten einige Schweigesekunden für die in den vergangenen Tagen erschossenen Polizisten ab.

Die Sicherheitspolitik sollte ein Schwerpunkt der Reden am ersten Tag der Versammlung sein. Der Parteitag findet in einem gesellschaftlichen Klima starker Verunsicherung statt. Dazu haben die Anschläge im In- und Ausland beigetragen sowie die jüngsten tödlichen Vorfälle zwischen der Polizei und Afroamerikanern.

Am Rednerpult wird Donald Trump gleich von mehreren Familienmitgliedern unterstützt, unter anderem seiner Frau Melania. Quelle: Peter Foley

Erst am Sonntag hatte ein afroamerikanischer Irak-Veteran in Baton Rouge im Bundesstaat Louisiana drei Polizisten erschossen. "Unser Land ist außer Kontrolle", schrieb Trump zu dem tödlichen Vorfall in Baton Rouge. In einem Fernsehinterview kündigte er außerdem ein hartes Durchgreifen gegen Extremisten wie etwa die Dschihadistenmiliz "Islamischer Staat" (IS) an. "Wir werden dem IS den Krieg erklären, wir werden ihn ausmerzen", sagte der 70-Jährige.

Trump beschuldigte zudem Präsident Barack Obama, für die Verschärfung der Spannungen zwischen Schwarzen und Weißen verantwortlich zu sein. Obama sei ein "großer Spalter", die Rassenbeziehungen seien "heute so schlimm wie nie zuvor", sagte der Immobilienmogul über den ersten afroamerikanischen US-Präsidenten. Trump soll am Dienstag von den Parteitagsdelegierten nominiert werden und dann zum Abschluss des Parteitags am Donnerstagabend seine Kandidatenrede halten.

Wahlkampfziel: "Trump als Menschen besser verstehen"

An seiner Nominierung besteht kein Zweifel, da er sich in den Vorwahlen eine klare Mehrheit der Delegiertenstimmen gesichert hatte. Im Duell um das Weiße Haus wird er gegen die Ex-Außenministerin Hillary Clinton antreten, die nächste Woche von den Demokraten nominiert werden soll. Als wichtigstes Ziel des Parteitags gab Trumps Wahlkampfmanager Paul Manaford aus, "den Amerikanern zu helfen, Donald Trump als Menschen besser zu verstehen".

Trump schickt gleich fünf Familienmitglieder, darunter seine Ehefrau Melania, ans Rednerpult, die über seine Eigenschaften als Familienvater und Ehemann sprechen sollten. Trump hat in der eigenen Partei noch einige Überzeugungsarbeit zu leisten. Der Rechtspopulist hat mit seinen radikalen Forderungen etwa zu pauschalen Einreiseverboten und millionenfachen Ausweisungen viele Moderate in der Partei verstört.

Bushs bleiben dem Parteitag fern

Aber auch am erzkonservativen Flügel misstrauen viele dem Quereinsteiger, der sich beispielsweise uneindeutig zum Abtreibungsrecht geäußert hat. Viele Parteiprominente wie die früheren Präsidenten George Bush und George W. Bush und die vormaligen Präsidentschaftskandidaten Mitt Romney und John McCain bleiben dem Parteitag fern.

Der Parteitag findet unter extremen Sicherheitsvorkehrungen statt. Kilometerlange Stahlbarrieren wurden in der Innenstadt errichtet, Tausende Polizisten waren im Einsatz. Die Sorgen wurden dadurch verstärkt, dass in Ohio geladene Waffen auf offener Straße getragen werden dürfen. Bis Montag verliefen die Demonstrationen gegen Trump jedoch friedlich.

afp/RND

Die Türkei gerät wegen ihres massiven Vorgehens gegen mutmaßliche Unterstützer des Putschversuches zunehmend unter internationalen Druck. Beim EU-Außenministertreffen in Brüssel zeigten sich etliche Teilnehmer am Montag tief besorgt über die Entwicklungen in dem Land, das auch EU-Beitrittskandidat ist.

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