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US-Student in Nordkorea zu Zwangsarbeit verurteilt

Otto Frederick Warmbier US-Student in Nordkorea zu Zwangsarbeit verurteilt

Der US-Student Otto Frederick Warmbier hat im Februar ein Poster mit einem politischen Slogan gestohlen. Jetzt wurde der 21-Jährige laut Medienberichten von einem Gericht in Nordkorea zu 15 Jahren Zwangsarbeit verurteilt.

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Das Oberste Gericht in Nordkorea hat einen US-Studenten wegen des Vorwurfs staatsfeindlicher Handlungen zu 15 Jahren Zwangsarbeit verurteilt.

Quelle: dpa

Seoul. Das Oberste Gericht im weithin isolierten Nordkorea hat nach Medienberichten einen US-Studenten wegen des Vorwurfs staatsfeindlicher Handlungen zu 15 Jahren Zwangsarbeit verurteilt. Bei dem Verurteilten handle es sich um den Amerikaner Otto Warmbier, der seit Anfang Januar in Nordkorea festgehalten werde, berichtete die japanische Nachrichtenagentur Kyodo am Mittwoch aus Pjöngjang. 

Warmbier hatte sich Ende Februar bei einer vom Regime arrangierten Pressekonferenz selber "schwerer Verbrechen" gegen das sozialistische Land bezichtigt. Er hatte nach eigenen Angaben im Auftrag einer US-Kirche in einem Hotel in Pjöngjang ein Poster mit einem politischen Slogan gestohlen, um dieses als Trophäe mitzubringen.

Autraggeberin versprach angeblich Warmbier ein Auto

Laut nordkoreanischen Staatsmedien hatte ihn die Mutter eines Freunds, eine Methodistin, um "eine Trophäe" gebeten. Sie habe ihm ein Auto im Wert von 10.000 Dollar (gut 9000 Euro) oder für den Fall seiner Festnahme 200.000 Dollar für seine Familie versprochen. Der junge Mann war den nordkoreanischen Angaben zufolge mit einem Touristenvisum eingereist, um die "Fundamente der Einheit" des Landes zu erschüttern.

Nordkoreanische Medien hatten am 22. Januar berichtet, dass Warmbier nach seiner Einreise als Tourist wegen einer staatsfeindlicher Aktion festgenommen worden sei. Nach einem nordkoreanischen Atomtest am 6. Januar und einem ebenfalls weltweit kritisierten Raketenstart des Landes einen Monat später haben die Spannungen zwischen Nordkorea und den USA deutlich zugenommen.

dpa/afp

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