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USA und Mexiko verhandeln über Beziehungen

Grenzmauer, Migration, Zölle USA und Mexiko verhandeln über Beziehungen

Nach dem Amtsantritt von Trump steht das Verhältnis der Nachbarn vor einer Neuausrichtung. Auf der Agenda stehen unter anderem Handel, Sicherheit und Migration. Trump hatte das Nachbarland immer wieder scharf kritisiert. Mexiko werde sich weder unterwerfen noch die Konfrontation suchen, sagte Präsident Enrique Peña Nieto.

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Donald Trump (l.) traf während des Wahlkampfs bereits Amtskollege Enrique Peña Nieto – damals lief das Treffen wenig erfreulich für Mexiko ab.

Quelle: Antonio Nava/dpa

Washington. Nach den heftigen Attacken von US-Präsident Donald Trump gegen Mexiko verhandeln am Mittwoch und Donnerstag Vertreter beider Länder über die Zukunft der Beziehungen zwischen den Nachbarn. An dem Treffen in Washington nehmen der Stabschef im Weißen Haus, Reince Priebus, Trumps Schwiegersohn und enger Berater Jared Kushner, Trumps Chefstratege Stephen Bannon und der Nationale Sicherheitsberater Michael Flynn teil. Mexiko schickt Außenminister Luis Videgaray und Wirtschaftsminister Ildefonso Guajardo.

Grenzmauer, Migration und Wirtschaftsbeziehungen

Auf der Agenda stehen unter anderem Handel, Sicherheit und Migration. Trump hatte das Nachbarland immer wieder scharf kritisiert. Er will eine Grenzmauer zum Schutz vor illegaler Einwanderung bauen, das Nordamerikanische Freihandelsabkommen (Nafta) neu verhandeln und Millionen Einwanderer ohne Aufenthaltsberechtigung abschieben. Zudem drohte er US-Unternehmen, die ihre Produktion nach Mexiko verlegen, mit hohen Importzöllen.

Mexikos Regierung machte bereits klar, dass Trumps Mauerpläne und deutliche Abstriche bei Nafta für sie nicht akzeptabel sind. „Es gibt klare rote Linien, die wir von Anfang an festlegen“, sagte Guajardo in einem Interview des Fernsehsenders Televisa. Notfalls werde er die Gespräche abbrechen. „Jeder Vertrag, der die wirtschaftlichen und sozialen Interessen Mexikos verletzt, ist nicht hinnehmbar“, sagte Außenminister Videgaray.

Mexikos Präsident Enrique Peña Nieto gab zuletzt die Verhandlungsstrategie vor. Mexiko werde sich weder unterwerfen noch die Konfrontation suchen. Er wolle einen offenen Dialog mit der neuen US-Regierung. „Den Vereinigten Staaten nutzt es, wenn es Mexiko gut geht und Mexiko nutzt es, wenn es den USA gut geht“, sagte er.

Die Angst vor dem großen Nachbarn

Für Mexiko ist der Handel mit den USA essenziell. 80 Prozent der Exporte gehen in die Vereinigten Staaten. Für die Verhandlungen haben sich die Mexikaner ihre Argumente zurecht gelegt: Sechs Millionen Arbeitsplätze in den USA hängen vom Handel mit dem Nachbarland ab. Mexiko ist der zweitgrößte Kunde für US-Produkte. Bei der Bekämpfung der illegalen Einwanderung sind die Vereinigten Staaten auf Mexiko angewiesen.

Guajardo hofft, dass das Treffen in Washington zumindest schon einmal die internationalen Finanzmärkte beruhigt. Der mexikanische Peso hatte im vergangenen Jahr 20 Prozent gegenüber dem US-Dollar eingebüßt. Experten machten dafür unter anderem die Unsicherheit über die Zukunft der Beziehungen zwischen Mexiko und den USA verantwortlich.

Von RND/dpa

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