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Diese Kandidaten haben die besten Chancen

Kampf um die Cameron-Nachfolge Diese Kandidaten haben die besten Chancen

Das Rennen um die Nachfolge des scheidenden britischen Premierministers David Cameron ist eröffnet – ohne Boris Johnson, der kurz vor Ablauf der Frist Donnerstagmittag einen Rückzieher gemacht hat. Eine Übersicht über die aussichtsreichsten Kandidaten.

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Sie wollen Nachfolger von Großbritanniens Premierminister David Cameron werden: Theresa May und Michael Gove.

Quelle: EPA/ANDY RAIN

London. Insgesamt haben fünf Bewerber ihren Hut in den Ring geworfen. Nun wählt die Tory-Fraktion zwei Kandidaten aus, die sich dann dem Votum der Parteimitglieder stellen. Am 9. September soll dann ein neuer Parteichef feststehen. Eine Übersicht über die aussichtsreichsten Köpfe:

THERESA MAY: Gilt nach dem Rückzug von Londons Ex-Bürgermeister Boris Johnson als Favoritin. Die Innenministerin kann auf langjährige Regierungserfahrung und starke Unterstützung in der Tory-Fraktion bauen. Als Gegnerin eines EU-Austritts hat sie mit Widerstand aus dem Brexit-Lager zu rechnen. Die 59-Jährige hielt sich im Wahlkampf allerdings stark zurück und präsentiert sich nun als Kompromisskandidatin, die das Land und die Tories wieder einen kann. Einer am Donnerstag veröffentlichten Umfrage des Instituts YouGov zufolge erhält sie große Zustimmung bei den Parteimitgliedern.

MICHAEL GOVE: Sehr überraschend gab Justizminister Michael Gove nur wenige Stunden vor Fristende seine Bewerbung bekannt. Der 48-Jährige galt eigentlich als treuer Unterstützer von Boris Johnson. Die beiden waren enge Verbündete im Brexit-Wahlkampf. In einem Statement ließ Gove wissen, er glaube nicht, dass Johnson "die Führung übernehmen und das Team für kommende Aufgaben aufbauen" könne. Seine Bewerbung war mit großer Wahrscheinlichkeit Auslöser für den Rückzieher des ehemaligen Favoriten Johnson. Nun ist Gove das einzig verbliebene Schwergewicht aus dem Brexit-Lager im Rennen um den Parteivorsitz.

ANDREA LEADSOM: Die Energieministerin kündigte ihre Bewerbung per Twitter an. "Lasst uns das Beste aus den Brexit-Möglichkeiten machen", schrieb sie am Donnerstag. Die 53-Jährige hatte sich aufseiten des Brexit-Lagers eingesetzt und hatte sich bei einer großen Fernsehdebatte kurz vor dem Referendum an der Seite von Boris Johnson Respekt erworben.

STEPHEN CRABB: Der Arbeitsminister warf seinen Hut als erster offiziell in den Ring. Er kündigte an, das Thema Einwanderung in den Austrittsverhandlungen mit der Europäischen Union zur "roten Linie" zu machen. Der 43-Jährige gilt aber als Außenseiter.

LIAM FOX: Der ehemalige Verteidigungsminister hat sich 2005 schon einmal vergeblich um das Amt des Parteichefs bemüht. Als ausgesprochener Brexit-Befürworter hofft der 54-Jährige auf Unterstützung vom rechten Parteiflügel der Tories. Er pocht auf seine Erfahrung und warnt davor, das Brexit-Votum zum einzigen Thema für die Wahl des Tory-Parteichefs zu machen.

dpa/RND

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