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Deutschland / Welt Jeder vierte junge Deutsche stört sich an Moscheen
Nachrichten Politik Deutschland / Welt Jeder vierte junge Deutsche stört sich an Moscheen
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10:22 02.03.2019
Eröffnung der neuen Ditib-Zentralmoschee in Köln: Nach vielen Debatten in der Domstadt wurde das Gotteshau im vorigen Herbst unter Polizeischutz eröffnet. Quelle: dpa
Berlin

Ein Viertel der jungen Deutschen lehnt den Bau von Moscheen hierzulande ab. Das geht aus einer neuen Umfrage des Forsa-Instituts hervor. Demnach stimmten in einer Online-Erhebung 24 Prozent der Befragten im Alter zwischen 16 und 25 Jahren der Aussage „Mich stört es, dass immer mehr Moscheen in Deutschland gebaut werden“ zu.

Etwa jeder zweite Jugendliche und junge Erwachsene meint, man könne in Deutschland zu Themen wie Zuwanderung oder Islam bestimmte Meinungen nicht offen vertreten, ohne als rechts oder rechtsradikal abgestempelt zu werden.

Ein Drittel sorgt sich um die Demokratie

Die Herkunft der Befragten spielt dabei keine Rolle: Im Osten wie im Westen sind 51 Prozent der Befragten dieser Meinung, wobei Männer und Menschen mit niedrigeren Schulabschlüssen es häufiger so sehen als Frauen und Personen mit höheren Abschlüssen. Dass die meisten Medien über rechte Parteien wie die AfD nicht fair und ausgewogen berichten, findet trotzdem nur ein Viertel der Befragten.

Forsa hatte die Umfrage im Auftrag der FDP-nahen Friedrich-Naumann-Stiftung durchgeführt.

Dabei ging es auch darum, ob die 16- bis 25-Jährigen das demokratische System, das in Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg aufgebaut wurde, in Gefahr sehen. Das bejahten 38 Prozent der Befragten, während sich die klare Mehrheit von 57 Prozent die Sorge nicht teilen. Der Rest gab an, es nicht zu wissen.

Lesen Sie auch: Schäuble: Islam und Muslime sind Teil Deutschlands

Von dpa/RND

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