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Unbekannte fälschen hunderte Wahlplakate

"Grün für Masseneinwanderung" Unbekannte fälschen hunderte Wahlplakate

Wenige Tage vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt haben Unbekannte falsche Wahlplakate für die Partei "Die Grünen" aufgehangen. Allein in Magdeburg sollen es sich um mehr als 600 gefälschte Plakate handeln. Die Grünen vermuten einen rechten Hintergrund. Sie haben Anzeige erstattet.

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In Magdeburg und Halle sind etliche gefälschte Wahlplakate aufgetaucht.

Quelle: dpa

Magdeburg. In Magdeburg und Halle sind wenige Tage vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt am kommenden Sonntag etliche gefälschte Wahlplakate aufgetaucht. Die professionell aussehenden Schilder wirken, als kämen sie von den Grünen - doch sie machen Stimmung gegen die Partei. Ein grünes Logo und eine lachende Sonne suggerieren, genauso wie die Botschaft "Zweistimme Grün! Für Sachsen-Anhalt" den Eindruck, dass sie von der Öko-Partei sind. Dem widerspricht jedoch der zentrale Slogan: "Grün für Masseneinwanderung" ist auf den falschen Plakaten in dicken Buchstaben zu lesen.

Mehr als 600 gefälschte Plakate wurden nach Angaben der Grünen allein in Magdeburg aufgehängt. Eine soll eine "ähnlich hohe Zahl" in Halle plakatiert worden sein, wie Grünen-Landesgeschäftsführer Martin Grimm gegenüber dem Spiegel-Portal "Bento" sagte.

Grüne erstatten Anzeige

Doch damit nicht genug: Zahlreiche echte Schilder der Grünen wurden überklebt - und verfälscht. So wurde beispielsweise aus "Grün wählen gegen Hass" der Slogan "Kein Grün wählen gegen Hass".

Neben den professionell wirkenden Plakaten tauchten auch plumpe Fälschungen auf - inklusive Rechtschreibfehlern.

Die Grünen reagierten entsetzt auf die Fälschungen. Der grüne Landtagsabgeordnete Sören Herbst vermutet  laut "Süddeutscher Zeitung" eine "konzertierte Aktion" und spricht von einer "neuen Qualität".  Die Partei hat mittlerweile Anzeige erstattet. Herbst spricht gar von dem "Versuch einer strategischen Wahlmanipulation wenige Tage vor der Wahl".

Der Presse- und Öffentlichkeitsreferent der Grünen in Sachsen-Anhalt, Timo Gedlich, vermutet rechte Kreise. Gegenüber dem MDR sagte Gedlich, es sehe ganz danach aus, dass es sich bei der Tat um einen rechten Hintergrund handle.

Auch AfD-Plakate gefälscht

Vertreter der Partei "Die Rechte" und der AfD distanzierten sich dagegen von den Fälschungen. Auch der NPD-Wahlkampfleiter Sebastian Schmidtke sagte, dass seine Partei so etwas nicht mache, das sei Sachbeschädigung.

In den vergangenen Wochen wurden in Sachsen-Anhalt wiederholt Wahlplakate beschmiert oder zerstört. Betroffen waren dabei vornehmlich Plakate der Linken, der CDU, der SPD und der FDP. Zudem tauchten gefälschte Wahlplakate der AfD auf.

zys/dpa

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