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Sollten Senioren Fahrtests ablegen?

Unfallgefahr Sollten Senioren Fahrtests ablegen?

Die Zahl von Verkehrsunfällen, die durch Senioren verursacht werden, wird laut Experten in den kommenden Jahrzehnten drastisch zunehmen. Erst am Wochenende ist es wieder zu einem tragischen Senioren-Unfall mit zwei Toten gekommen. Sind Fahrtests die Lösung?

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Quelle: dpa

Hannover. „Da sich in zehn bis 15 Jahren die Zahl der Senioren im Straßenverkehr verdoppelt haben wird, ergibt sich daraus schon rein zahlenmäßig ein riesiges Problem“, sagt Siegfried Brockmann, Leiter der Unfallforschung der deutschen Versicherer. Erst am Wochenende war es wieder zu einem tragischen Senioren-Unfall mit zwei Toten gekommen: In Bad Säckingen hatte ein 84-Jähriger Brems- und Gaspedal verwechselt und war in ein Straßencafé gefahren.

Während manche Experten spezielle Fahrtests für Senioren oder Altershöchstgrenzen für das Führen von Kraftfahrzeugen fordern, warnen andere vor voreiligen Schlüssen. „Die Anwendung technischer Hilfsmittel, die helfen, Unfälle zu vermeiden, sind sinnvoller als die Anwendung starrer Altersgrenzen“, meint Unfallforscher Heiko Johannsen von der Medizinischen Hochschule Hannover. Auch Niedersachsens Verkehrsminister Olaf Lies (SPD) lehnt einen „Senioren-TÜV“, also verpflichtende Fahrtests für Ältere mit möglichem Führerscheinentzug, ab. „Alle Statistiken belegen, dass Seniorinnen und Senioren vergleichsweise selten Verkehrsunfälle verursachen.“ Lies wie auch der ADAC empfehlen freiwillige Fahrsicherheitstrainings.

Von Jörg Köpke und Michael B. Berger

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