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Ungarns Botschafter weist Kritik zurück

Flüchtlingskrise Ungarns Botschafter weist Kritik zurück

Angesichts der Flüchtlingskrise in Europa übt Ungarns Botschafter Kritik an Deutschland. Er warf den Flüchtlingen eine „organisierte Verweigerung der Kooperation“ vor - und gab der Bundesregierung eine Mitschuld daran. Zugleich wehrte er sich gegen den Vorwurf, Ungarn überlasse Flüchtlingen ihrem Schicksal.

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József Czukor, seit 2010 Botschafter der Republik Ungarn in Deutschland.

Quelle: Archiv

Berlin. Ungarns Botschafter in Deutschland sieht sein Land zu Unrecht an den Pranger gestellt. „Mein Land durchlebt die schwerste Zeit seit dem Fall des Eisernen Vorhangs. Und ausgerechnet in dieser Zeit müssen wir in der deutschen Öffentlichkeit Anschuldigungen von einer Heftigkeit ertragen, wie ich sie nie für möglich gehalten hätte“, sagte József Czukor dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND), dem auch diese Zeitung angehört.

Den in Ungarn eintreffenden Flüchtlingen warf Czukor eine „massive, organisierte Verweigerung der Kooperation“ vor. „Auch in Ungarn erhalten die Asylbewerber dreimal am Tag Essen, haben Schlafstätten, ärztliche Versorgung und teils sogar Internetverbindung. Und trotzdem lassen sich die Leute nicht registrieren.“ Den Grund dafür sieht Czukor in der Politik der Bundesregierung: „Deutschland vermittelt den Eindruck: Alle können kommen, wir schaffen das.“ Ungarn dagegen halte sich an die EU-Gesetze zur Grenzsicherung. Die Europapolitik der Bundesregierung wies Czukor mit den Worten zurück: „Wir wollen das Europa von Helmut Kohl.“

kor

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