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Linnemann: Debatte über Rente ab 70 ist falsch

Unions-Mittelstandsexperte Linnemann: Debatte über Rente ab 70 ist falsch

Für den Vorsitzenden der Wirtschafts- und Mittelstandsvereinigung der CDU/CSU, Carsten Linnemann, geht die Debatte über die Rente erst ab 70 in die falsche Richtung. Vielmehr sollte die Politik auf die Menschen eingehen, die im Alter noch arbeiten wollen.

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Carsten Linnemann (CDU), Vorsitzender der Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung der CDU/CSU, spricht sich gegen ein höheres Renteneintrittsalter aus.

Quelle: Michael Kappeler/dpa

Berlin. Unions-Mittelstandsexperte Carsten Linnemann beklagt eine "ewig wiederkehrende Debatte über die Rente ab 70, 75 oder 80". Stattdessen müsse die Politik darauf reagieren, dass viele Menschen freiwillig länger arbeiten wollten. "Wir brauchen dafür Anreize, um die Geisteshaltung über den Wert der Arbeit zu verändern", sagte er dem RedaktionsNetzwerk Deutschland, zu dem die HAZ gehört.

Arbeit sei Teil einer attraktiven Lebensplanung auch im Alter und müsse eine höhere Rente bringen. An die zuständige Sozialministerin Andrea Nahles (SPD) appellierte Linnemann: "Das Bundesarbeitsministerium soll den dafür verabredeten Referentenentwurf endlich vorlegen."

"Wir brauchen einen neuen, einfachen Riester"

Linnemann forderte zugleich eine realistische Halbzeitbilanz über die 2001 beschlossene "richtige" Reform, die auf einem garantierten Rentenniveau 2030 von mindestens 43 Prozent bei gleichzeitigem Ausbau der betrieblichen und privaten Zusatzvorsorge beruht. Im Ergebnis müsse man feststellen: "Wir brauchen einen neuen, einfachen Riester. Der Name schreckt ab, das Modell ist zu kompliziert und zu bürokratisch."

Linnemann schloss auch eine Verpflichtung zur neuen Riester-Rente ausdrücklich nicht aus. Die notwendige Reform müsse das Produkt auf freiwilliger Basis attraktiv machen.  "Sollte uns das nicht gelingen, werden wir irgendwann eine Pflicht zur Privatvorsorge schwer verhindern können."

RND

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