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Uno wirft IS versuchten Völkermord an Jesiden vor

Verbrechen gegen die Menschlichkeit Uno wirft IS versuchten Völkermord an Jesiden vor

Die Vereinten Nationen haben der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) einen „versuchten Völkermord“ an der religiösen Minderheit der Jesiden im Irak vorgeworfen.

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Jesidische Flüchtlinge finden Schutz in einem Flüchtlingslager in der Türkei.

Quelle: dpa

New York. Der UN-Menschenrechtsvertreter Ivan Simonovic sagte am Dienstag in New York nach seiner Rückkehr aus Gebieten im Nordirak, es gebe Beweise dafür, dass die IS-Kämpfer versucht hätten, die Jesiden auszulöschen, indem sie zum Übertritt zum Islam gezwungen oder umgebracht worden seien. Das Vorgehen des IS sei gleichbedeutend mit Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit.

Simonovic hatte sich in den Städten Erbil, Bagdad und Dohuk mit Regierungsvertretern und Vertriebenen getroffen, darunter mit 30 Jesiden. Diese hätten unter anderem von einer Massenhinrichtung von Jesiden in einer Schule berichtet, nachdem diese sich geweigert hätten, zum Islam überzutreten. Vor den radikalen Kämpfern waren in den vergangenen Wochen zehntausende Jesiden aus mehreren nordirakischen Städten geflohen. Das Schicksal von hunderten vermissten Frauen und Kindern ist unklar.

Eine Militärallianz unter US-Führung geht derzeit gegen den IS vor und greift im Irak und in Syrien Stellungen der Dschihadisten an. Seit dem Wochenende versorgt die US-Luftwaffe die in der syrischen Stadt Kobane kämpfenden Kurden außerdem aus der Luft mit Waffen und Medizin.

Angaben der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte vom Dienstag zufolge soll dabei mindestens eine, möglicherweise auch mehrere für die Kurden bestimmte Lieferungen in die Hände des IS gefallen sein. Die USA hatten zuvor bestätigt, dass eine Ladung fehlgeleitet worden sei, diese sei aber rechtzeitig zerstört worden. Mögliche weitere Probleme würden geprüft.

afp

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