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Unterstützer der Bundeswehr-Attentäter in Afghanistan gefasst

Nach Anschlag Unterstützer der Bundeswehr-Attentäter in Afghanistan gefasst

Fahndungserfolg nach dem verheerenden Anschlag in Nordafghanistan: Den Sicherheitskräften ist ein Unterstützer der Attentäter ins Netz gegangen. Die bei dem Anschlag schwer verletzte deutsche Soldatin schwebt inzwischen nicht mehr in Lebensgefahr.

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Bei dem Anschlag wurden zwei deutsche Soldaten getötet und General Markus Kneip aus Hannover schwer verletzt.

Quelle: dpa

Nach dem Anschlag im nordafghanischen Talokan mit zwei getöteten Bundeswehr-Soldaten ist nach Angaben der Internationalen Schutztruppe Isaf ein Unterstützer der Attentäter gefasst worden. Die Nato-geführte Isaf teilte am Mittwoch mit, der Anhänger der Islamischen Bewegung Usbekistans (IMU) solle der Führung der Gruppe in Pakistan Berichte über die Schäden des Anschlags übermittelt haben. Er und mehrere andere Männer seien am Montag in einem Anwesen im nordafghanischen Masar-i-Scharif von afghanischen und ausländischen Sicherheitskräften gefangen genommen worden. Schüsse seien nicht gefallen.

Bei dem Anschlag am Sitz des Gouverneurs der Provinz Tachar waren am vergangenen Samstag zwei deutsche Soldaten und mehrere Afghanen getötet worden, darunter der Polizeichef Nordafghanistans. Unter den Verletzten waren der deutsche General Markus Kneip, fünf weitere Bundeswehr-Soldaten und der Gouverneur. Eine Soldatin wurde schwer verletzt. Sie war mit zwei weiteren Kameraden am Dienstag in das Bundeswehrzentralkrankenhaus in Koblenz eingeliefert worden.

Die Soldatin befindet sich weiter in kritischem Zustand. „Sie schwebt aber nicht mehr in akuter Lebensgefahr“, sagte ein Sprecher des Sanitätsführungskommandos am Mittwoch in der Klinik in Koblenz. Die Dolmetscherin liegt dort auf der Intensivstation im künstlichen Koma und muss beatmet werden. Es sei die bislang erste Soldatin der Bundeswehr, die bei einem Auslandseinsatz derart schwer verwundet wurde, sagte der Sprecher. Die 56-Jährige habe bereits erste operative Eingriffe hinter sich.

General Kneip ist "in einem guten Zustand"

Zum ebenfalls verwundeten Regionalkommandeur der internationalen Schutztruppe Isaf für Nordafghanistan, Generalmajor Kneip, sagte der Sprecher: „Er ist in einem guten Zustand.“ Seine Verletzungen seien leicht bis mittelschwer. Er habe „Verbrennungswunden an den Extremitäten“ erlitten. Zudem befinde sich eine Metallkugel in seinem Körper, die noch operativ entfernt werden müsse. Die Ärzte gingen bei Kneip davon aus, dass er wieder vollständig genesen werde.

Ob er bei der Trauerfeier für die getöteten Bundeswehrsoldaten an diesem Freitag in Hannover teilnehme, sei noch nicht klar. „Es ist ihm ein Herzensanliegen und er möchte gerne dabei sein“, sagte der Sprecher. Er werde dies nach seinem Gesundheitszustand entscheiden. Der Generalmajor soll rund drei Wochen im Krankenhaus bleiben. „Das hängt vom Heilungsverlauf ab.“ Kneip sei aus Afghanistan ausgeflogen worden, weil es in Koblenz bessere Möglichkeiten gebe, ihn zu versorgen.

Der Generalmajor stammt aus der Rhein-Mosel-Stadt. Sein Heimatstandort ist Hannover. Ein dritter Soldat, der am Dienstag eingeliefert wurde, habe leichte Verletzungen erlitten und werde die Koblenzer Klinik bald verlassen können.

Die Isaf teilte mit, am Mittwoch sei einer ihrer Soldaten im Osten Afghanistans bei einem Angriff Aufständischer getötet worden. Nach Angaben der US-Truppen vom Mittwoch waren bereits am Sonntag drei US-Soldaten in Ostafghanistan bei einem Anschlag ums Leben gekommen.

dpa

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Die Bundeswehr wird am Freitag in Hannover mit einer zentralen Trauerfeier von den insgesamt drei Soldaten Abschied nehmen, die in der vergangenen Woche in Afghanistan getötet wurden.

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