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Von der Leyen sorgt für 180-Grad-Wende

Mehr Soldaten für Bundeswehr Von der Leyen sorgt für 180-Grad-Wende

Zum ersten Mal seit Jahrzehnten soll das Bundeswehr-Personal vergrößert werden. Laut Plänen von Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen sollen zunächst 7000 neue Soldatenstellen geschaffen werden. Der Bundeswehrverband ist begeistert.

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Wird für ihre Pläne vom Bundeswehrverband gelobt: Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen.

Quelle: dpa

Nach einer deutlichen Aufstockung des Bundeswehr-Etats erhöht Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen nun auch die Zahl der Soldaten. Die CDU-Politikerin stellt am Dienstag ihr neues Personalkonzept vor, mit dem sie die starre Obergrenze von 185.000 Soldaten abschaffen will.

Medienberichten zufolge sollen zunächst 7000 neue Soldatenstellen geschaffen werden. Seit der Wiedervereinigung ist die Bundeswehr von damals fast 600.000 Soldaten auf heute 177.000 geschrumpft.

Von der Leyen will nun flexibel auf neue Anforderungen reagieren können. Positiv bewertet der Bundeswehrverband die Personalreform. Sie eine richtige und mutige Entscheidung, sagte Verbandschef André Wüstner. Im Vergleich zur Politik ihrer Vorgänger spricht er zudem von einer 180-Grad-Wende.

Fünf Milliarden Euro mehr für Bundeswehr

Neben 16 Auslandseinsätzen wird die Truppe derzeit beispielsweise auch zur Flüchtlingshilfe und verstärkt zur Abschreckung gegen Russland im östlichen Nato-Gebiet eingesetzt.

Von der Leyen hat im Kabinett bereits eine deutliche Aufstockung des Wehretats durchgesetzt. Bis 2020 soll er von derzeit 34,3 auf 39,2 Milliarden Euro wachsen. Das letzte Wort hat allerdings der Bundestag. Die Ministerin will ihr Personalkonzept zunächst den Verteidigungsexperten der Koalitionsfraktionen und dann der Öffentlichkeit vorstellen.

Lob vom Bundeswehrverband

Der Bundeswehrverband begrüßt die Pläne von der Leyens. "Diese Trendwende heißt nicht nur so, sie stellt tatsächlich eine 180-Grad-Wende in der Personalpolitik dar", sagte Verbandschef André Wüstner der Deutschen Presse-Agentur. Wüstner kritisierte gleichzeitig die Bundeswehrreform, die von der Leyens Vorgänger Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) und Thomas de Maizière (CDU) auf den Weg gebracht haben. Diese sah massive Personal- und Rüstungskürzungen vor.

"Bedauerlich ist nur, dass jetzt viel Geld in die Hand genommen werden muss, um all jene Fachkräfte wieder für die Bundeswehr zu werben, die in den vergangenen Jahren aus Spargründen aus der Bundeswehr gedrückt worden sind", sagte der Bundeswehrverbandschef.

dpa/RND/zys

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