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Volker Beck entschuldigt sich für Drogen

Verfahren eingestellt Volker Beck entschuldigt sich für Drogen

Anfang März war der Grünen-Politiker Volker Beck mit Drogen erwischt worden. Jetzt hat die Staatsanwaltschaft die Ermittlungen gegen ihn eingestellt – wegen geringer Schuld und gegen die Zahlung von 7000 Euro. Beck will nun mit seiner Partei über seine politische Zukunft sprechen.

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Die Berliner Staatsanwaltschaft hat die Drogen-Ermittlungen gegen den Grünen-Politiker Volker Beck eingestellt.

Quelle: Kay Nietfeld/dpa

Berlin. "Mein Verhalten war falsch und es war dumm. Das tut mir leid", schrieb Beck am Mittwochnachmittag auf seiner Facebook-Seite. Auch wenn das Ermittlungsverfahren gegen ihn eingestellt worden sei. "Falsch bleibt mein Verhalten trotzdem." Mehr wolle er dazu aber nicht sagen. "Der Vorgang betrifft meine Privatsphäre. Ich werde daher dazu keine weiteren Angaben gegenüber der Öffentlichkeit machen."

Die Berliner Polizei hatte Beck am 1. März kontrolliert und 0,6 Gramm einer "betäubungsmittelverdächtigen Substanz" bei dem 55-Jährigen gefunden. Dabei handelte es sich nach dpa-Informationen um das gefährliche synthetische Rauschgift Crystal Meth. Beck trat daraufhin von seinen Ämtern in der Fraktion zurück, behielt aber sein Bundestagsmandat. Polizei und Staatsanwaltschaft ermittelten gegen Beck.

Politiker muss 7000 Euro zahlen

Jetzt hat die Berliner Staatsanwaltschaft die Ermittlungen gegen Beck wieder eingestellt. Das Verfahren wurde aufgrund geringer Schuld und gegen eine Zahlung von 7000 Euro beendet, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft. Wie die "Bild"-Zeitung berichtet, hat Beck die 7000 Euro bereits an die Justizkasse überwiesen.

Beck kündigte an, er wolle nun mit seiner Partei und seiner Fraktion über seine politische Zukunft sprechen. Der Grünen-Politiker war krank geschrieben worden, nachdem er von der Polizei mit Drogen erwischt worden war. "Mein Arzt rät mir allenfalls stundenweise die Arbeit wieder aufzunehmen", erklärte Beck auf seiner Facebook-Seite.

Beck fühlt sich falsch verstanden

Becks möglicher Drogenkonsum sorgte in seiner eigenen Partei für Kritik. Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) sprach von "schwerem Fehlverhalten", Grünen-Chef Cem Özdemir brachte einen möglichen Verzicht Becks auf sein Bundestagsmandat ins Gespräch. In der Grünen-Fraktion wird es für unwahrscheinlich gehalten, dass er das Amt als innenpolitischer Sprecher erneut übernimmt.

Beck ging in seinem Statement auch auf den Vorwurf ein, er verharmlose den Konsum von Drogen. "Ich bin – richtig – damit zitiert worden, dass ich gesagt habe, mich schon immer für eine liberale Drogenpolitik eingesetzt zu haben. Damit meine ich, dass Menschen nicht kriminalisiert werden sollten, wenn sie Drogen konsumieren", erklärte Beck. "Ich habe aber niemals den Konsum von Drogen oder gar bestimmter Substanzen verharmlost oder verharmlosen wollen. Dass dies missverstanden werden konnte, dafür bitte ich um Verzeihung."

afp/dpa/wer

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