Volltextsuche über das Angebot:

11 ° / 6 ° wolkig

Navigation:
Atom-Gespräche mit Iran nochmals verlängert

Verhandlungen über Nuklearenergienutzung Atom-Gespräche mit Iran nochmals verlängert

Erneut in die Verlängerung gehen die Verhandlungen über das iranische Atomprogramm. Die Gespräche würden die kommenden Tagen weitergehen, sagte die EU-Außenbeaufragte Federica Mogherini in Wien, wo die Außenminister der fünf UN-Vetomächte und Deutschlands mit ihrem iranischen Kollegen über ein Atomabkommen verhandeln.

Voriger Artikel
EU-Kommissar schließt "Grexit" nicht mehr aus
Nächster Artikel
Griechenland präsentiert kein neues Sparkonzept

In Wien gehen die Gespräche der Außenminister der 5+1-Gruppe (die UN-Vetomächte USA, Russland, China, Frankreich Großbritannien sowie Deutschland) über das Atom-Abkommen mit dem Iran weiter.

Quelle: afp

Wien. Die Außenminister der 5+1-Gruppe (die UN-Vetomächte USA, Russland, China, Frankreich Großbritannien sowie Deutschland) setzten am Dienstag ihr Ringen um eine Einigung fort. Eine große Gesprächsrunde mit Irans Außenminister Mohammed Dschawad Sarif ist geplant. "Wir sind noch nicht durch. Wir sollten nicht unterschätzen, dass wichtige Fragen noch nicht gelöst sind", hieß es zuvor aus deutschen Diplomatenkreisen.

Doch die Verlängerung der Gespräche ist problematisch: Liegt dem US-Kongress eine Übereinkunft bis Donnerstag vor, hätten die Abgeordneten 30 Tage Zeit zur Überprüfung. Bei Verzögerungen verdoppelt sich diese Zeit, denn der Kongress geht dann in die Sommerpause. Das würde Gegnern eines Abkommens - besonders in den USA, im Iran und auch in Israel - mehr Zeit geben, die Übereinkunft zu torpedieren.

Raketenprogramm gehört zu Knackpunkten

Die internationale Gemeinschaft will mit einem Abkommen sicherstellen, dass die Islamische Republik keine Atombombe baut, die Kernkraft aber zivil nutzen kann. Im Gegenzug soll der Westen die Wirtschaftssanktionen gegen Teheran schrittweise aufheben. Das Ausmaß der nuklearen Beschränkungen ist kein Streitpunkt mehr. Knackpunkte der Verhandlungen sind das Ende der Sanktionen gegen iranische Raketenprogramme und Handelsverbote für konventionelle Waffen. Ungeklärt sind ferner Fragen zu den Zeiten für die Aufhebung weiterer Sanktionen. Auch Untersuchungen zur angeblichen früheren Atomwaffenforschung des Irans durch die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) sind umstritten.

Bei einem Besuch einer IAEA-Delegation in Teheran habe es aber Fortschritte in dieser Frage gegeben, berichten iranische Medien. "Der Iran und die IAEA haben mit dem Erreichen einer allgemeinen Übereinkunft über einen Zeitplan für die Kooperation einen wichtigen Schritt zur Lösung der offenen Fragen gemacht", zitierte die amtliche Nachrichtenagentur Irna den Sprecher der iranischen Atomenergieorganisation AEOI, Behrus Kamalwandi.

afp/dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
Embargos und rote Linien

In den Atomverhandlungen mit dem Iran pokern beide Seiten hoch. Aber wer hat am Ende die besseren Karten? Die verbleibenden Streitpunkte sind politischer Natur, doch die Verhandlungspartner haben wenig Spielraum.

mehr
Mehr aus Deutschland / Welt

Die Wahl ist entschieden: Donald Trump wird der 45. Präsident der USA. Auf unserer Themenseite finden Sie aktuelle Berichte, Analysen und Hintergrundinformationen zur Wahl des Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika. mehr

CDU-Parteitag in Hameln

Zum Landesparteitag der niedersächsischen CDU in Hameln haben sich rund 450 Delegierte versammelt, um über einen Spitzenkandidaten für die Landtagswahl 2018 zu entscheiden. Sie nominierten einstimmig Bernd Althusmann.

Die Karikatur des Tages

So sehen unsere Karikaturisten die Welt.