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Todesopfer bei neuer Gewaltwelle in Burundi

Protest gegen Präsidenten Todesopfer bei neuer Gewaltwelle in Burundi

In der burundischen Hauptstadt Bujumbura sind nach neuen Protesten gegen Präsident Pierre Nkurunziza Dutzende Leichen entdeckt worden. Allein im Stadtteil Nyakabiga seien am Sonnabend 25 Tote gefunden worden, sagte ein Sprecher der Lokalverwaltung der Deutschen-Presse-Agentur.

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Zahlreiche Menschen sind auch wieder am Sonnabend in Burundi ums Leben gekommen.

Quelle: dpa (Archiv)

Bujumbura . Weitere Leichen seien im Viertel Musaga entdeckt worden. Einzelheiten wurden zunächst nicht bekannt. Am Freitag waren bei Angriffen auf verschiedene Militärstellungen in Bujumbura mindestens 17 Menschen ums Leben gekommen. Den ganzen Tag über waren Schüsse und Explosionen zu hören, die Menschen verschanzten sich in ihren Häusern. Ein Militärsprecher erklärte, die Angreifer hätten Ausrüstung der Armee stehlen wollen, um damit Gefangene zu befreien.

Im ostafrikanischen Burundi kommt es seit April immer wieder zu blutiger Gewalt. Damals hatte Nkurunziza angekündigt, entgegen der Verfassung für eine dritte Amtszeit zu kandidieren. Im Juli war er bei einer von der Opposition boykottierten Wahl in seinem Amt bestätigt worden. Wütende Bürger wollen den Staatschef stürzen.

Bei Zusammenstößen mit der Polizei sind Menschenrechtlern zufolge bisher mindestens 240 Menschen getötet worden. 220.000 weitere sollen aus dem kleinen Land mit nur zehn Millionen Einwohnern geflohen sein.

In Burundi war erst vor einem Jahrzehnt ein verheerender Bürgerkrieg zwischen der Hutu-Mehrheit und der Tutsi-Minderheit mit 300.000 Toten zu Ende gegangen.

dpa

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