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Vier Tote bei Anschlag in Tel Aviv

Zwei Attentäter gefasst Vier Tote bei Anschlag in Tel Aviv

Tödliche Schüsse im Sarona-Park mitten in Tel Aviv, einem alten deutschen Templerdorf. Direkt gegenüber liegen Israels Militärhauptquartier und Verteidigungsministerium. Die palästinensischen Angreifer richten unter Passanten ein Blutbad an.

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Ermittler sichern die Unglücksstelle vor einem Restaurant am Sarona-Markt in Tel Aviv.

Quelle: Jim Hollander/dpa

Tel Aviv . Bei einem Anschlag in der israelischen Metropole Tel Aviv sind am Mittwochabend vier Menschen getötet und fünf weitere verletzt worden. Zwei Palästinenser eröffneten das Feuer in dem gut besuchten Ausgehbezirk Sarona mit Restaurants und Bars in unmittelbarer Nähe zum Verteidigungsministerium.

Nach Polizeiangaben handelte es sich bei den Angreifern um Cousins aus der Nähe von Hebron im von Israel besetzten Westjordanland. Bei drei Menschen sei der Tod festgestellt worden, teilte das Itschilow-Krankenhaus in der Nähe des Sarona-Viertels mit. Wenig später erlag ein viertes Opfer den Verletzungen, wie die Polizei mitteilte.

USA verurteilen "schrecklichen Terroranschlag"

Polizeichef Tschico Edri sagte, "zwei Terroristen" hätten das Feuer eröffnet. Vom gegenüberliegenden Hauptquartier der Armee schossen sie der Polizei zufolge auf Bar- und Restaurantbesucher. Insgesamt neun Menschen seien getroffen worden. Nähere Angaben zur Herkunft der Opfer lagen zunächst nicht vor. Einer der Angreifer wurde festgenommen, der andere mit schweren Schussverletzungen in ein Krankenhaus gebracht. Sein Zustand sei ernst, erklärte Polizeisprecherin Luba Samri.

Das US-Außenministerium verurteilte den "schrecklichen Terroranschlag". "Diese feigen Anschläge gegen unschuldige Zivilisten können niemals gerechtfertigt werden", erklärte Ministeriumssprecher Mark Toner in Washington.

Schießereien eher ungewöhnlich

Israel und die Palästinensergebiete werden seit Oktober von einer Gewaltwelle erschüttert, bei der bislang mindestens 207 Palästinenser, 28 Israelis und vier Ausländer getötet wurden. Bei der Mehrzahl der getöteten Palästinenser handelte es sich um erwiesene oder mutmaßliche Attentäter, die zumeist Messer, seltener auch Schusswaffen oder Autos für ihre Angriffe nutzten. Andere starben bei Protestaktionen gegen die israelische Besatzung des Westjordanlands und Ostjerusalems. Schießereien wie am Mittwochabend sind eher selten.

Am Neujahrstag hatte ein arabischer Israeli das Feuer auf eine Bar und ein Café in Tel Aviv eröffnet und zwei Menschen getötet. Auf der Flucht erschoss er einen Taxifahrer. Eine Woche später wurde er bei einem Schusswechsel mit Sicherheitskräften erschossen.

afp/RND/zys

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