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Wahlbeteiligung in Köln bei knapp 40 Prozent

Nach Angriff auf Kandidatin Wahlbeteiligung in Köln bei knapp 40 Prozent

Dem Attentäter von Köln werden versuchter Mord und gefährliche Körperverletzung in vier Fällen vorgeworfen – und nach Ansicht eines Gutachters ist er voll schuldfähig. Derweil lief die Wahl überraschend schleppend: Bis zur Schließung der Wahllokale um 18 Uhr hatten rund 40 Prozent der Stimmberechtigten ihr Kreuzchen gemacht.

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Trotz des Attentates auf Henriette Reker wählt Köln einen neuen Oberbürgermeister.

Quelle: dpa

Köln. Bei der Oberbürgermeisterwahl in Köln hat die Auszählung der Stimmung begonnen. Bis zur Schließung der Wahllokale um 18.00 Uhr hatten 39,7 Prozent der Stimmberechtigten ihr Kreuzchen gemacht, teilte die Stadt am Sonntag mit. Der Anschlag auf die parteilose Kandidatin Henriette Reker am Tag zuvor war eines der beherrschenden Themen in den Wahllokalen. "Wir zeigen Flagge und das haben sehr viele Menschen heute getan", sagte Kölns scheidender Oberbürgermeister Jürgen Roters (SPD) am Wahlabend im Rathaus.

Reker war am Samstag im Wahlkampf von einem 44-Jährigen mit einem Messer attackiert und schwer verletzt worden. Gegen den Mann wurde am Sonntagnachmittag Haftbefehl wegen versuchten Mordes erlassen. Laut Polizei nannte er fremdenfeindliche Motive für seine Tat. Es gebe keine Anhaltspunkte, nach der psychologischen Begutachtung an der Schuldfähigkeit des Mannes zu zweifeln, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft am Sonntag mit. Der 44-Jährige werde dem Haftrichter vorgeführt. Der Mann hatte die von CDU, Grünen und FDP unterstützte Reker am Samstag im Wahlkampf mit einem Messer attackiert und schwer verletzt. Reker ist nach Angaben ihrer Ärzte außer Lebensgefahr.

Die Kölner Oberbürgermeisterkandidatin Henriette Reker ist einen Tag vor der Wahl bei einer Messerattacke in Köln verletzt worden.

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War Täter früher bei Neonazi-Gruppe aktiv?

Nach einem unbestätigten Bericht von "Spiegel online" soll der Angreifer in den 1990er Jahren bei einer später verbotenen Neonazi-Gruppe, der Freiheitlichen Deutschen Arbeitspartei (FAP), mitgemacht haben. Zuletzt sei der Mann mit ausländerfeindlichen Kommentaren im Internet aufgefallen.

dpa

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