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Trump und Clinton bleiben bei US-Vorwahlen auf Kurs

Wahlen Trump und Clinton bleiben bei US-Vorwahlen auf Kurs

Trump und Clinton marschieren in Richtung Präsidentschaftskandidatur. Ihre Konkurrenten Cruz und Sanders holten sich am Dienstag einzelne Siege, doch der Milliardär und die Ex-Außenministerin liegen bei den Delegiertenzahlen weiter in Führung.

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Hillary Clinton hat bei den Demokraten einen großen Vorsprung bei den für die Nominierung nötigen Delegiertenstimmen. Foto: Shawn Thew

Phoenix. Trotz einzelner Rückschläge bei den US-Vorwahlen bleiben Hillary Clinton und Donald Trump auf Kurs zur Präsidentschaftskandidatur ihrer Parteien. Die Demokratin Clinton und der Republikaner Trump fuhren wichtige Siege in Arizona im Südwesten des Landes ein.

Damit machten die ehemalige Außenministerin und der Immobilien-Milliardär Niederlagen in anderen Bundesstaaten wett. Clinton und Trump verloren im konservativen Utah. Dort siegte bei den Republikanern Ted Cruz und bei den Demokraten Bernie Sanders. Auch in Idaho, wo nur die Demokraten abstimmten, war Sanders erfolgreich.

Die Wahlbeteiligung war stellenweise überwältigend. In Idaho und Utah bildeten sich teils kilometerlange Schlangen vor den Wahllokalen. Mancherorts mussten Stimmzettel nachgedruckt werden.

Clinton hat bei den Demokraten einen großen Vorsprung bei den für die Nominierung notwendigen Delegiertenstimmen. Sanders konnte am Dienstag leicht, aber nicht entscheidend Boden gegenüber Clinton gutmachen.

Trump räumte in Arizona bei den Republikanern alle 58 zur Verfügung stehenden Delegierten ab. Dies ist ein wichtiger Meilenstein auf seinem Weg zur Kandidatur. "Thank you, Arizona!", twitterte Trump. Dagegen gewann Cruz in Utah alle 40 Delegierten.

Trump verfügt derzeit über die Stimmen von etwa 740 Delegierten, Cruz hat rund 465 Delegierte hinter sich. Für einen Sieg im ersten Wahlgang auf dem Parteitag der Republikaner im Juli in Cleveland benötigt Trump die Stimmen von 1237 Delegierten. Um sein Ziel zu erreichen, müsste er bei den noch ausstehenden Vorwahlen jeweils mehr als die Hälfte der Delegierten gewinnen.

Führende Mitglieder der Konservativen machen massiv Stimmung gegen den Quereinsteiger. Sie wollen seine Kandidatur verhindern. Cruz bietet sich deswegen in den vergangenen Wochen verstärkt als Alternative an.

Am Mittwoch sicherte sein einstiger Konkurrent Jeb Bush ihm die Unterstützung zu. "Ted ist ein konsequenter, prinzipientreuer Konservativer, der bewiesen hat, dass er Wähler anspricht und Vorwahlen gewinnen kann, wie gestern in Utah", schrieb Bush auf seiner Facebook-Seite. Der 63-Jährige war vor einem Monat aus dem Wahlkampf ausgestiegen.

Clinton wandte sich am Dienstagabend (Ortszeit) in Seattle (Bundesstaat Washington) an ihre Anhänger. "Amerika verfällt nicht in Panik", sagte sie angesichts der Terroranschläge in Brüssel. "Wir bauen keine Mauern, und wir wenden unseren Freunden nicht den Rücken zu", betonte sie in Anspielung auf jüngste Äußerungen von Donald Trump.

Der hatte sich zuvor erneut für eine Lockerung der Gesetze stark gemacht, um umstrittene Verhörmethoden bis hin zur Folter zu ermöglichen. Clinton trat dem scharf entgegen. "Dies ist die Zeit, in der Amerika Führungsqualitäten zeigen muss, und nicht um sich wegzuducken."

Sanders gab sich bei einer Rede in Kalifornien kämpferisch und betonte, dass er im Rennen bleibe. Am Samstag stehen in drei Bundesstaaten weitere Vorwahl-Entscheidungen an.

dpa

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