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Schüsse in München: Eine Zusammenfassung

Attentat Schüsse in München: Eine Zusammenfassung

Gezielte Schüsse auf fliehende Menschen, Schreie, Panik. Am Ende eines grauenvollen Abends in München sind zehn Menschen tot, darunter der Attentäter. Es ist ein 18-jähriger Deutsch-Iraner, mehr ist zunächst nicht bekannt. Die Ermittler stehen vor vielen Rätseln.

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Die Polizei sichert am Samstag morgen Beweise aus einer Wohnung in der Münchner Maxvorstadt.

Quelle: dpa

Was wir wissen

Ein 18-Jähriger Deutsch-Iraner hat Freitagabend am Olympia-Einkaufszentrum – mit 135 Geschäften eine der größten Shopping-Meilen der Stadt – im Norden Münchens neun Menschen erschossen und 16 weitere verletzt.

Der Täter hatte die ersten Schüsse aus einer Pistole am frühen Abend in einem Schnellrestaurant abgegeben, anschließend schoss er auch an dem Einkaufszentrum und ergriff die Flucht. Eine Zivilstreife stellte ihn und schoss auf ihn. Er wurde erst um 20:30 etwa einen Kilometer vom Einkaufszentrum entfernt in einer Nebenstraße tot aufgefunden. Dort wurde auch eine Pistole sichergestellt. Der 18-Jährige hatte sich selbst erschossen.

Die Münchner Polizei sprach am Abend noch von einer "akuten Terrorlage" in der Stadt. Die Antiterroreinheit GSG 9 eilte nach München. Die Stadt befand sich im Ausnahmezustand. 

Die Bürger wurden über das Smartphone-Warnsystem Katwarn aufgefordert, ihre Wohnungen nicht zu verlassen: "Zu Ihrer Sicherheit Plätze & Straßen meiden; Täter flüchtig; Bahn & Busverkehr eingestellt; Radio und Fernseher einschalten". Auch sollten keine Menschen aus dem Umland mehr in die bayerische Landeshauptstadt fahren. Der Nahverkehr wurde gegen 20 Uhr eingestellt, der Hauptbahnhof geräumt. Auch der Zugverkehr kam zum Erliegen.

Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer und Innenminister Joachim Herrmann (beide CSU) setzten ein Krisentreffen in der Staatskanzlei in München an. Bundesinnenminister Thomas de Maziere brach wegen der Schüssen einen Aufenthalt in den USA ab und reist nach Deutschland zurück.

Ärzte und Schwestern wurden zu Münchner Krankenhäusern gerufen. "Es wurde der Alarm Massenanfall Verletzte ausgelöst", sagte der Sprecher des Universitäts-Klinikums Großhadern, Philipp Kressirer. Das sei vor allem zur Vorsorge geschehen.

Die Spurensuche am Tatort ging auch am Samstagmorgen weiter, das Gebiet um das Einkaufszentrum war weiträumig abgesperrt. Im Stadtteil Maxvorstadt durchsuchte die Polizei am Morgen ein Haus.

Der Täter soll zuletzt mehrere Jahre in München gelebt haben. Der Polizei war er bisher noch nicht aufgefallen.

Die Polizei bestätigte, dass es sich bei einem Mann, der auf einem im Internet kursierenden Video auf einem Parkdeck zu sehen ist, um den Täter handeln könnte.

Was wir nicht wissen

Weiter ungeklärt waren am Samstagmorgen die Hintergründe der Bluttat und das Motiv. Münchens Polizeipräsident Hubertus Andrä sagte am Morgen: "Wir gehen momentan von einer Schießerei aus." Hinweise auf einen islamistischen Hintergrund gibt es bisher nicht.

Nicht bestätigen wollte die Polizei zunächst, dass der Einsatz im Stadtteil Maxvorstadt der Wohnung des Täters oder der Wohnung von dessen Vater galt.

dpa/RND

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