Volltextsuche über das Angebot:

19 ° / 13 ° Regenschauer

Navigation:
Bosbach erwägt Rückzug aus der Politik

Wegen Griechenland-Hilfen Bosbach erwägt Rückzug aus der Politik

Der CDU-Bundestagsabgeordnete Wolfgang Bosbach erwägt wegen der erneuten Verlängerung der Griechenland-Hilfen offenbar einen Rückzug aus der Politik. Der Vorsitzende des Innenausschusses im Bundestag – bekannt für sein Nein in der Frage – will offenbar nicht immer der Quertreiber bei dem Thema sein.

Voriger Artikel
Berlin setzt sich für ukrainische Pilotin ein
Nächster Artikel
Bund will Castor-Standorte festlegen

Steht mit seinem Nein zu weiteren Griechenland-Hilfen weitgehend allein da: Wolfgang Bosbach denkt über einen Rückzug aus der Politik nach.

Quelle: dpa

Berlin. "Jede Abstimmung ist auch eine Frage der Solidarität mit der Bundesregierung. Ich will nicht immer die Kuh sein, die quer im Stall steht", sagte Bosbach der "Rheinischen Post" (Dienstag) mit Blick auf die Abstimmung im Bundestag an diesem Freitag. "Ich überlege persönlich, wie es weitergehen soll."

Ohne eine Verlängerung würde das Hilfsprogramm für Athen am 28. Februar auslaufen. Im Bundestag ist mit einer breiten Mehrheit von Schwarz-Rot zu rechnen. Bosbach sagte der Zeitung: "Es werden wieder Milliarden an Griechenland fließen. Ob eine Gegenleistung erbracht wird, ist höchst unsicher." Es sei von der griechischen Regierung kein einziger Punkt vorgelegt worden, der die Wettbewerbsfähigkeit des Landes steigere.

Auf Nachfrage der Deutschen Presse-Agentur, ob er seinen Rückzug ins Auge fasse, erklärte der 62-Jährige, er habe noch keine Entscheidung getroffen. Aber: "Ich möchte nicht ständig gegen den Kurs der Regierung stimmen, nicht als Quertreiber gelten. Ich werde jetzt in Ruhe überlegen, wie es weitergeht, und dafür werde ich mir Zeit nehmen." Bosbach ist seit 1994 Bundestagsabgeordneter.

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Deutschland / Welt
Die Karikatur des Tages

So sehen unsere Karikaturisten die Welt.