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Gipfeltreffen

Weltklimakonferenz in Kopenhagen eröffnet


Zu Beginn der Weltklimakonferenz in Kopenhagen steigen die Erwartungen an die Verhandlungen über ein Klimaschutzabkommen.
Die Weltklimakonferenz in Kopenhagen ist eröffnet.

Die Weltklimakonferenz in Kopenhagen ist eröffnet.

© ddp (Symbolbild)

Der Leiter des UN-Klimasekretariats, Yvo de Boer, hob am Montag in seiner Rede zur Eröffnung des Klimagipfels das „beispiellose politische Moment“ für ein gemeinsames Abkommen hervor. Gleichzeitig verwies de Boer aber auch darauf, dass die Konferenz nur dann ein Erfolg sein werde, wenn sich die Teilnehmer auf erhebliche und sofortige Maßnahmen einigen könnten, die unmittelbar nach der Konferenz umgesetzt werden müssten. Die Verhandlungen über ein neues Klimaschutzabkommen dauern bis zum 18. Dezember.

Der dänische Premierminister und Gastgeber der Konferenz, Lars Løkke Rasmussen, verwies darauf, dass der Klimawandel keine Grenzen kennt. „Er macht keine Unterschiede, er betrifft uns alle“, sagte Rasmussen zur Eröffnung des Gipfels. „Wir sind heute hier, weil wir uns verpflichtet haben zu handeln.“ Er kündigte an, dass 110 Staats- und Regierungschefs ihre Teilnahme am Gipfel zugesagt hätten.

Die Umweltorganisation WWF forderte, dass den Worten nun auch Taten folgen müssten. „Die Redner haben die Latte hoch gelegt und ehrgeizige Ziele versprochen“, sagte Kim Carstensen, der Leiter des internationalen WWF-Klimaprogramms. „Nun müssen sie liefern, was sie versprochen haben“, fügte er hinzu. Die Reden hätten gezeigt, dass jetzt der Zeitpunkt gekommen sei, um ein Abkommen zu unterzeichnen. „Wir hatten nie eine bessere Chance and wir werden nie eine bekommen“, sagte Carstensen.

Der Chef des UN-Umweltprogramms (UNEP), Achim Steiner, sprach sich für ein Abkommen aus, das konkrete Zahlen, Ziele und Zeitvorgaben enthalte. „Wenn uns das gelingt, ist Kopenhagen ein Erfolg und auch die Voraussetzung dafür, dass wir die Ziele, die wir vom Weltklimarat vorgegeben bekommen haben, auch erreichen können“, sagte er. Ein gemeinsamer Deal sei durchaus möglich. Steiner zeigte sich überzeugt, dass Deutschland eine Schlüsselrolle spielen müsse, einerseits innerhalb der Europäischen Union, aber auch im Zusammenspiel mit den USA und Japan, wenn es um die Finanzierung des Klimaschutzes in den Entwicklungsländern gehe.

Der frühere Umweltminister und Gründungsdirektor des Instituts für Klimawandel in Potsdam, Klaus Töpfer, appellierte an die Bundesregierung, die Mittel für die Anpassung der Entwicklungsländer an den Klimawandel deutlich zu erhöhen. „Das, was jetzt beschlossen worden ist, reicht dafür nicht aus“, sagte Töpfer. Gleichzeitig rief er die schwarz-gelbe Koalition dazu auf, sich ehrgeizigere Ziele beim Klimaschutz zu setzen. Er erinnerte daran, dass daraus kein wirtschaftlicher Nachteil entstehe. „Ganz im Gegenteil: Wir werden dadurch die Arbeitsplätze und die Technologien sichern, die die Welt braucht“, sagte Töpfer.

Die parlamentarische Staatssekretärin im Bundesumweltministerium, Katherina Reiche (CDU), versicherte, dass Deutschland seiner Vorreiterrolle gerecht werden wolle. Sie kündigte an, dass die Bundesregierung den Ausbau erneuerbarer Energien vorantreiben und in Energieeffizienz investieren wolle. Gerade bei kleinen und mittelständischen Unternehmen gelte es, die Effizienzpotenziale zu heben. Reiche verwies darauf, dass Klimaschutz zwar Geld koste, es aber teurer sei, nicht zu handeln. CDU-Generalsekretär Hermann Gröhe bekräftigte das Ziel der Bundesregierung, auf der Weltklimakonferenz zu klaren Vereinbarungen zu kommen. „Es ist in der Tat fünf vor zwölf“, sagte er.

ddp

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  • @ Thies Rubber Duck – 07.12.09
    Weil Wasserdampf über 60 % der Klimagase ausmacht. Methan ca. 20 %. Der Rest von knapp 20% sind CO2 alle übrigen. Und fast alle sind sie natürlichen Ursprungs.
  • @ Thies Rubber Duck – 07.12.09
    Weil Wasserdampf mehr als 60 % der Klimagase ausmacht. Methan ca. 20 %. Die restlichen knapp 20 % sind CO2 und viele andere.

    Nicht CO2 alleine verursacht den Treibhauseffekt sondern die Summe aller Klimagase. Und fast alle sind natürlichen Ursprungs.
  • Ignoranz Thies – 07.12.09
    Warum muss in allen Medien Wasserdampf für unseren C02-Ausstoß herhalten?
    Solche Symbole verdeutlichen die Ignoranz der Medien, aber auch die des Volkes. Wer interessiert sich für die eigentlichen Fakten?
    Ich bin gespannt, wer den größten Einfluss auf den Gipfel hat: die konventionelle Wirtschaft, die Öko-Wirtschaft oder die Vernunft.
  • Gipfel der Volksverarschung Rubber Duck – 07.12.09
    Die CO2 Konzentration in unserer Atmosphäre ist im Laufe der Klimaentwicklung schon 10 – 20fach höher gewesen als heutzutage. Das hat die Evolution jedoch keineswegs verhindert. Damals gab es jedoch noch keine Menschen, also auch keine „von Menschen gemachte Erderwärmung“. Erderwärmung und –Abkühlung gibt es seit ca. 4,5 Milliarden Jahren, ganz ohne Menschen. Verursacht durch Sonnenflecken, Änderung der Erdachse, Abweichungen der Erdumlaufbahn und anderen natürlichen Ursachen.

    Wie die Politiker aus 192 Ländern in Kopenhagen die Erderwärmung stoppen wollen, da darf man gespannt sein. Wollen sie die Sonne verdunkeln, die Erdachse verschieben oder die Erdumlaufbahn beeinflussen?

    Oder wollen sie nur weiterhin das Volk verarschen und mit dem Popanz „Kampf der Erderwärmung“ von den tatsächlichen Problemen wie Staatsverschuldung, Korruption und staatliche Misswirtschaft, soziale Ungerechtigkeiten usw. ablenken?

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