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Westliche Regierungen verurteilen blutige Anschläge auf Norwegen

Tödlicher Terror Westliche Regierungen verurteilen blutige Anschläge auf Norwegen

EU und Nato haben die tödlichen Anschläge in Norwegen auf das Schärfste verurteilt. „Norwegen ist bekannt dafür, aktiv den Frieden in der Welt voranzutreiben, und dieser schockierende Angriff ist beispiellos“, sagte die EU-Außenbeauftragte Cathrine Ashton am Freitag in Brüssel.

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EU und Nato haben die tödlichen Anschläge in Norwegen auf das Schärfste verurteilt.

Quelle: dpa

Brüssel.. Bundeskanzlerin Angela Merkel hat den Bombenanschlag in Oslo scharf verurteilt. "Mit Entsetzen habe ich von dem schweren Anschlag im Regierungsviertel von Oslo erfahren", hieß es in einer am Freitagabend in Berlin veröffentlichten Erklärung. "Die Hintergründe dieser menschenverachtenden Tat sind zu diesem Zeitpunkt noch unklar. Klar ist, dass wir alle, die an Demokratie und friedliches Zusammenleben glauben, solchen Terrorismus, womit auch immer er begründet wird, scharf verurteilen müssen." Die Kanzlerin sprach den Familien der Opfer ihre tiefe Anteilnahme aus und wünschte den Verletzten rasche Besserung. "Die norwegische Regierung und das norwegische Volk sollen wissen, dass die Bundesregierung und die Deutschen solidarisch an ihrer Seite stehen."

Auch EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso zeigte sich betroffen. "Ein Anschlag dieser Größe ist nicht etwas, dass man in Norwegen erwartet." EU-Ratspräsident Herman Van Rompuy sagte, "ich verurteile solch feige Handlungen, für die es keine Rechtfertigung gibt, aufs Schärfste." Der Präsident des Europaparlaments, Jerzy Buzek, sprach dem Land die Solidarität Europas aus. Europa sei im Kampf gegen jede Art von Terrorismus vereint. "Norwegen leistet gute Dienste für den Frieden in den brisantesten Plätzen rund um den Globus. Das letzte was Norwegen verdient, ist ein Anschlag auf eigenem Boden", sagte Buzek. Auch Nato-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen drückte seine Verachtung für diese "abscheulichen Akte der Gewalt" aus und sprach allen Norwegern und den betroffenen Familien sein Beileid aus.

Eine schwere Explosion hat am 22. Juli 2011 das Regierungsviertel der norwegischen Hauptstadt Oslo erschüttert, es gab Tote und Verletzte.

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US-Präsident Barack Obama rief zu stärkerer Zusammenarbeit im Kampf gegen den Terror auf. "Es ist eine Mahnung, dass die gesamte internationale Gemeinschaft dazu beitragen muss, dass solch ein Terrorakt nicht passiert", sagte Obama am Freitag in Washington. Er bot der norwegischen Regierung "jede Unterstützung" bei den Ermittlungen an. Dem Land drückte er sein Beileid aus.

Norwegens Ministerpräsident Jens Stoltenberg hat derweil eine entschlossene Reaktion der Behörden auf die Anschläge angekündigt. "Wir werden alle verfügbaren Kräfte einsetzen, um uns zu schützen", sagte der Regierungschef am Abend im Fernsehsender TV2. Stoltenberg, dessen Kanzlei bei der Bombenexplosion im Regierungsviertel von Oslo beschädigt wurde, sagte: "Es war eine sehr ernste Explosion." Auch den Amoklauf eines als Polizist verkleideten Mannes in einem Ferienlager für Jugendliche stufte er als "sehr, sehr ernst" ein. Der Ministerpräsident bestätigte, dass er die Explosion im Regierungsgebäude mit seinem Büro in der obersten Etage selbst gehört habe. Weitere Einzelheiten über seinen Aufenthaltsort wollte er nicht mitteilen.

Das Nato-Mitglied Norwegen ist wegen seines militärischen Engagements in Afghanistan und Libyen Ziel von Drohungen. Im benachbarten Schweden schlug im Dezember ein Bombenanschlag fehl, der mutmaßliche Täter kam dabei ums Leben. Seit der Veröffentlichung von Mohammed-Karikaturen Ende 2005 ist auch Dänemark ins Visier islamischer Extremisten geraten. Der Zeichner steht seitdem unter Polizeischutz.

dpa/rtr

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