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Wissenschaftsrat fordert mehr Stellen für Professoren

7500 neue Stellen Wissenschaftsrat fordert mehr Stellen für Professoren

Mit den befristeten Sonderprogrammen des Bundes für Forschung und Hochschulen ist die Zahl der befristeten Stellen in der Wissenschaft sprunghaft gewachsen. Der Wissenschaftsrat möchte wieder mehr Dauerstellen und planbare Karrierewege für den Professorennachwuchs.

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Derzeit gibt es an Deutschlands Universitäten 26.000 Professoren und 23.000 wissenschaftliche Mitarbeiter.

Quelle: dpa

Berlin. Angesichts anhaltend hoher Studienanfängerzahlen fordert der Wissenschaftsrat für die Universitäten 7500 neue, dauerhafte Stellen für Professoren. Diese könnten in den kommenden zehn Jahren zum Teil durch Umwidmung befristeter Mitarbeiterstellen geschaffen werden, vor allem aber mit Hilfe einer deutlich verbesserten Grundfinanzierung der Hochschulen, sagte der Vorsitzende des Wissenschaftsrates, Manfred Prenzel, am Montag in Berlin.

Derzeit gibt es an den Universitäten 26.000 Professoren und 23.000 wissenschaftliche Mitarbeiter. Der Wissenschaftsrat, der Bund und Länder in der Hochschul- und Forschungspolitik berät, hatte sich auf seiner Sommersitzung mit den verschiedenen Karrierezielen und -wegen an Universitäten beschäftigtet.

„An den Universitäten werden heute häufig Daueraufgaben von befristet eingestellten Mitarbeiten erledigt. Es gibt eigentlich keinen Grund für eine Befristung“, sagte Prenzel. Der Wissenschaftsrat empfiehlt den Universitäten, bei den Personalstrukturen in Zukunft zwei Optionen besonders auszubauen. Dies sei zum einen die zunächst befristete Einstellung von Professoren, die dann nach Bewährung nach etwa 6 Jahren dauerhaft weiterbeschäftigt werden. Zum zweiten müssten mehr Dauerstellen für wissenschaftliche Mitarbeiter oder „Lehrkräfte für besondere Aufgaben“ geschaffen werden.

Prenzel, der Anfang Juli den Vorsitz des Wissenschaftsrates übernommen hatte, appellierte an die Hochschulen und die außeruniversitären Forschungsinstitute, vor dem Hintergrund der Schuldenbremse und wachsendem Fachkräftebedarf der Wirtschaft, regionale Verbünde zu bilden. Durch mehr Kooperation von Nachbarhochschulen und Bündelung der Stärken der verschiedenen Hochschultypen ließen sich Effizienzgewinne erzielen. Dabei könnten solche Hochschulverbünde durchaus auch die Grenzen von Bundesländern wie auch von Nachbarstaaten überschreiten, sagte Prenzel.

Die Forderung nach abgestimmten regionalen Hochschulkonzepten und enger Zusammenarbeit von Universitäten und Fachhochschulen war bereits im ersten Hochschulrahmengesetz des Bundes Mitte der 70er enthalten. Wegen des erbitterten Widerstandes vor allem aus den Universitäten war die Forderung in den 80er Jahren wieder aus dem Gesetz gestrichen worden.

dpa

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