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Polizei bereitet sich auf Pro-Erdogan-Demo vor

Bis zu 30.000 Demonstranten erwartet Polizei bereitet sich auf Pro-Erdogan-Demo vor

Köln könnte ein heißer Sonntag bevorstehen: Die Polizei rechnet mit bis zu 30.000 Erdogan-Anhängern, die für den türkischen Präsidenten demonstrieren wollen. Sie könnten auf gewaltbereite Hooligans, Autonome und kurdische Erdogan-Gegner treffen. Die Polizei hält schon mal Wasserwerfer vor.

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"Wir gehen von einer stark emotionalisierten Stimmung aus": Der Kölner Polizeipräsident Jürgen Mathies (r.) erwartet am Sonntag eine "hochkritischen Versammlungslage" (nebem ihm Einsatzleiter Klaus Rüschenschmidt).

Quelle: Oliver Berg/dpa

Für Sonntag ist eine Pro-Erdogan-Demonstration in Köln angemeldet worden. Die Polizei erwartet bis zu 30.000 Teilnehmer und hat hat ein hartes Vorgehen gegen jede Form von Gewalt angekündigt. Zwar gebe es bisher keine Hinweise darauf, dass aus der türkischen Versammlung heraus Störungen der öffentlichen Ordnung geplant seien. Man werde aber gerüstet sein, sagte Polizeipräsident Jürgen Mathies am Freitag. "Wir sind auf besondere Gewaltformen vorbereitet." 2300 Polizisten würden in Köln zusammengezogen und acht Wasserwerfer vorgehalten.

Mathies schloss ein Verbot der Veranstaltung nicht aus. "Im Augenblick sehe ich keine Gründe für ein Verbot", stellte er klar. Sollten aber Mitglieder der türkischen Regierung eingeflogen werden, könne dies in der derzeitigen hoch aufgeladenen Situation unter Umständen dazu führen, dass die öffentliche Sicherheit nicht mehr gewährleistet werden könne. Dann müsse die Demonstration als letztes Mittel doch verboten werden, sagte Mathies. Das Aufstellen einer großen Videoleinwand habe er bereits untersagt.

Polizei rechnet mit gewaltbereiten Hooligans

Bülent Bilgi, der Generalsekretär der Union Europäisch-Türkischer Demokraten (UETD), die die Kundgebung nach eigenen Angaben mitorganisiert, reagierte empört auf diese Entscheidung. "Wenn die Großleinwand verboten wird, dann ist Vieles möglich", sagte Bilgi der Deutschen Presse-Agentur in Köln. "Es wird in der türkischen Community gemunkelt, dass dann Präsident Erdogan selbst kommen könnte." Ein Verbot der Kundgebung würde Menschen aus der deutsch-türkischen Community radikalisieren, warnte Bilgi. "Das darf nicht sein."

Unter den vier angemeldeten Gegenkundgebungen ist eine Veranstaltung der rechtsextremistischen Partei Pro NRW, zu der nach Einschätzung der Polizei auch gewaltbereite Hooligans der "Hogesa"-Gruppierung anreisen könnten. Auch Autonome werden erwartet. Eine kurdische Gegendemonstration ist nicht geplant, doch schließt die Polizei keineswegs aus, dass dennoch kurdische Erdogan-Gegner auftauchen. Die Erfahrung zeige, dass es sehr schnell zu Gewalt kommen könne, wenn diese Gruppen aufeinanderträfen.

dpa/epd/RND

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