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Zwei Deutsche ringen um ihr Leben

Auto-Attentat in Barcelona Zwei Deutsche ringen um ihr Leben

Am Donnerstag brachten Attentäter 13 Menschen in Barcelona um, 130 wurden verletzt. Noch gibt es unter den 13 verwundeten Deutschen keine Todesopfer. Doch zwei schweben in Lebensgefahr. Für eine Schülergruppe aus dem Südwesten ging der Anschlag glimpflich aus.

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Außenminister Sigmar Gabriel besuchte Rettungshelfer und deutsche Verletzte in Barcelona.

Quelle: imago stock&people

Barcelona. Einen Tag nach dem Terroranschlag in Barcelona mit 13 Toten schweben zwei deutsche Verletzte in Lebensgefahr. Das teilte der Arzt eines Krankenhauses in Barcelona Bundesaußenminister Sigmar Gabriel am Freitagabend bei dessen Besuch mit. Bisher hatte das Auswärtige Amt nur von einer lebensgefährlich verletzten Frau gesprochen.

Eine Frau mittleren Alters erlitt den Angaben zufolge bei dem Anschlag mit einem Lieferwagen am Donnerstag auf Barcelonas Flaniermeile Las Ramblas schwere Kopfverletzungen. Ihr Zustand wird als äußerst kritisch eingeschätzt. Zudem liegt eine lebensgefährlich verletzte Jugendliche auf der Intensivstation.

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Am Tag nach den Anschlägen in Spanien sitzt der Schock tief. 14 Menschen sind getötet worden, mehr als 100 Verletzte werden in Krankenhäusern behandelt. Das Land ist zutiefst getroffen.

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Zwei weitere Deutsche haben Brüche erlitten und gelten ebenfalls als schwer verletzt. Insgesamt wurden 13 Deutsche bei dem Terroranschlag verletzt. Einige von ihnen konnten die Krankenhäuser mittlerweile wieder verlassen.

In dem Krankenhaus, das Gabriel besuchte, werden fünf deutsche Verletzte behandelt. Mit einer der leichter verletzten Frauen konnte der Minister sprechen.

Schüler aus Baden-Württemberg versteckten sich in Kellern

Nach Medienberichten sind auch Jugendliche aus Baden-Württemberg verletzt worden. Dabei handelt es sich um zwei Teilnehmer einer Freizeit der evangelischen Petrus-Gemeinde in Rastatt, wie die Kirchengemeinde dem SWR am Freitag bestätigte. Zuvor hatte demnach das „Badische Tagblatt“ berichtet. Die Jugendlichen konnten das Krankenhaus laut SWR aber wieder verlassen.

Das Innenministerium konnte auf Anfrage noch keine Informationen zu Opfern aus Baden-Württemberg geben. Man habe derzeit noch keine gesicherten Erkenntnisse, sagte ein Sprecher am Abend.

Auch eine Jugendgruppe von 15- bis 17-Jährigen aus Weinsberg im Kreis Heilbronn war nach einem Bericht der „Heilbronner Stimme“ (Samstag) am Donnerstag zum Zeitpunkt des Anschlags in direkter Nähe des Tatorts. Die Gruppe musste demnach seelsorgerisch und psychologisch betreut werden. Die Teilnehmer der Freizeit seien nach Angaben des Evangelischen Jugendwerks in Weinsberg aber unverletzt.

Einige Jugendliche hätten das Tatfahrzeug, einen Lieferwagen, gesehen und sollen sich aus Angst stundenlang in Kellern und Hinterräumen aufgehalten haben, schrieb die Zeitung weiter. Nach Angaben des Jugendwerks seien die Eltern der Kinder informiert. „Aktuell gibt es keinen Anlass, die Freizeit vorzeitig zu beenden“, zitierte die Zeitung einen zuständigen Jugendreferenten.

Deutsche Todesopfer sind bisher nicht bekannt

Die Herkunft der 13 Toten von Barcelona ist noch nicht völlig geklärt. Fünf der Opfer seien noch nicht identifiziert, sagte ein Vertreter der katalanischen Regionalregierung am Freitag bei der Ankunft von Bundesaußenminister Sigmar Gabriel (SPD) in Barcelona. Damit sei auch noch nicht auszuschließen, dass Deutsche unter den Toten seien, fügte er hinzu. „Es ist möglich“, aber bisher habe man noch keine Erkenntnisse darüber.

Von RND/dpa

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