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Zwei Niedersachsen bei Terroranschlag verletzt

Istanbul Zwei Niedersachsen bei Terroranschlag verletzt

Bei dem Terroranschlag in Istanbul sind auch zwei Niedersachsen verletzt worden. Das Ehepaar stammt nach Angaben eines Sprechers des Innenministeriums in Hannover aus dem südwestlichen Niedersachsen.

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Bei dem Terroranschlag in Istanbul sind auch zwei Niedersachsen verletzt worden.

Quelle: Matthew Aslett/dpa

Hannover. Es handelt sich dabei um einen 76-jährigen Mann und eine 79-jährige Frau. Das Ehepaar stammt nach Angaben eines Sprechers des Innenministeriums in Hannover aus dem südwestlichen Niedersachsen, genauere Angaben dazu gab es nicht. Die beiden Senioren gelten als leicht verletzt, sie werden derzeit in einem Istanbuler Krankenhaus behandelt. Das Ehepaar hatte in der türkischen Stadt Urlaub gemacht.

Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) sagte nach Angaben einer Regierungssprecherin, damit sei der Terror "noch einmal näher an uns heran gerückt".

Bei dem Selbstmordattentat am Dienstag in der Nähe der weltberühmten Hagia Sophia im Altstadtviertel Sultanahmet kamen nach Angaben des Auswärtigen Amtes zehn Deutsche ums Leben. Zudem wurden mindestens 15 Menschen teils schwer verletzt. Die Opfer des Anschlags kamen aus mehreren Bundesländern:

Rheinland-Pfalz

Ein Ehepaar aus Mainz – der Mann 61, die Frau 59 –  kommen ums Leben. Auch ein 73-Jähriger aus Bad Kreuznach stirbt, seine Ehefrau liegt mit schweren Verletzungen in einer Istanbuler Klinik. Die Menschen seien erschüttert, sagt Oberbürgermeisterin Heike Kaster-Meurer (SPD): "Ganz Bad Kreuznach trauert."."

Sachsen

Eine 70-jährige Frau aus Leipzig sowie zwei 51 und 75 Jahre alte Männer aus Dresden sind unter den Todesopfern. "Für uns alle ist dieser sinnlose Tod unbegreiflich und macht uns fassungslos", sagt Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU). Der Dresdner Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) spricht von Trauer und Wut. "Es ist für unsere Stadt eine schreckliche Nachricht."

Brandenburg

Ein Ehepaar aus Falkensee, 71 und 73 Jahre alt, stirbt beim Anschlag in Istanbul. "Hier wurden Unschuldige Opfer sinnlosen Terrors", sagt der brandenburgische Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD). In Falkensee wurden die Flaggen auf halbmast gesetzt. "In diesen schweren Stunden der Trauer sind unsere Gedanken bei den Angehörigen der Opfer", sagt Bürgermeister Heiko Müller (SPD).

Berlin

Ein Berliner wurde getötet, eine Frau schwer, ein Mann leicht verletzt. "Ich bin erschüttert, dass auch zu Beginn dieses Jahres der Terror um sich greift", erklärt Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD). "Wir stehen an der Seite unserer Partnerstadt Istanbul und an der Seite der Opfer und ihrer Familien, die diesen schlimmen Anschlag erleiden mussten."

Hessen

Ein 67 Jahre alter Mann aus Stadtallendorf kommt ums Leben, seine 50-jährige Frau wird bei der Attacke verletzt. "Ich verurteile dieses feige Verbrechen aufs Schärfste", sagt Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU). "Heute ist ein Tag des Innehaltens und der Trauer. Wir sind entschlossen, den Gefahren des internationalen Terrorismus entgegenzutreten." Sein tief empfundenes Mitgefühl gelte den Familien, Angehörigen und Freunden.

dpa

Reisende werden betreut

Nach dem Terroranschlag in Istanbul wird die betroffene Reisegruppe eines Berliner Veranstalters von Seelsorgern betreut. Die Betreuer stammten sowohl aus der Türkei als auch aus Deutschland, sagte der Geschäftsführer der Lebenslust Touristik GmbH, Marco Scherer, am Mittwoch in Berlin. Die Reisegruppe mit 33 Mitgliedern war auf einer Drei-Länder-Erlebnisreise, die Reisenden kamen aus dem gesamten Bundesgebiet. Der Selbstmordattentäter hatte sich innerhalb der Gruppe in die Luft gesprengt. Auf der Internetseite des Berliner Reiseveranstalters hieß es am Mittwoch: "Wir sind erschüttert, dass bei den schrecklichen Ereignissen in Istanbul auch Gäste von uns ums Leben gekommen oder verletzt worden sind. Unser tiefes Mitgefühl gilt den Angehörigen. Wir hoffen, dass die Verletzten schnell genesen."

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